Kulturtrip Bodensee & Bregenz
Erlebnisreiche Kulturreise an Bodensee und Bregenzer Seebühne mit La Traviata
aus Meckenheim
Bodensee. Verdis La Traviata auf der Seebühne in Bregenz und die Kulturlandschaft am Bodensee begeistert die Teilnehmenden der Reise des Bürgervereins Meckenheim e.V.
Eine abwechslungsreiche Mehrtagesfahrt mit dem Bus führte die Reisegruppe des Bürgervereins zunächst nach Friedrichshafen. Unsere komfortable Unterkunft diente als Ausgangspunkt für die zahlreichen Ausflüge.
Begleitet wurden wir von der ortsansässigen Reiseführerin Marisa Georgetta, die uns mit ihrem umfänglichen Wissen mitnahm in „ihre Region“ und mit zahlreichen Anekdoten das Gesehene bereicherte.
Die Gruppe lernte viel über das im 2. Weltkrieg völlig zerstörte und durch Industrialisierung geprägte Friedrichshafen, das durch die Produktion der Luftschiffe von Graf Zeppelin berühmt wurde. Am Blick auf den Bodensee mit den Zeppelinen in der Luft konnten wir uns bei dem herrlichen Sommerwetter dann jeden Tag erfreuen.
Dagegen vermittelten Ravensburg, Lindau und Überlingen am deutschen Ufer der Bodensees sowie Bregenz im österreichischen Vorarlberg mit historischen Altstädten und dem Flair der malerischen Gassen den Eindruck von früheren Zeiten.
Kunsthistorische Höhepunkte der Reise waren auch die Besuche der Basilika und Klosteranlage Weingarten und der Wallfahrtskirche Birnau, die durch ihre einmalige Lage auf einer Anhöhe am Bodensee mit herrlichem Blick auf den See begeisterte. Besucht wurde auch Salem, das älteste Zisterzienserkloster und die ehemals reichste Abtei am Bodensee - heute ein international renommiertes Internat.
Auf den Fahrten durch die kulturreiche Gegend ging es schließlich auch zu darstellenden Künstlern wie Peter Lenk, der mit „Ludwigs Erbe“ auf satirische Art von ihm empfundene Missstände dargestellt hat. Das Triptychon am Rathaus von Ludwigshafen am Bodensee erregte bundesweite Aufmerksamkeit wegen der nackten Darstellung bekannter Politiker und hat auch in der Meckenheimer Gruppe zu Diskussionen geführt. Der Weg führte auch auf die Halbinsel Höri, die nicht nur durch besondere Zwiebeln berühmt ist, sondern auch für die 1959 von Otto Dix geschaffenen berühmten leuchtenden Glasfenster in der evangelischen Petruskirche in Kattenhorn.
Auch die Literatur spielte auf der Höri eine Rolle: im Mia und Hermann Hesse Haus in Gaienhofen erfuhren wir in einer hervorragenden Einführung viel über die Jahre des berühmten Schriftstellers und seiner Frau an diesem schönen Ort mit dem wundervollen Garten.
Ein ganz besonderes Erlebnis erwartete die Teilnehmenden in Bregenz. Bei einer Führung hinter die Kulissen des weltberühmten Festspielhauses erhielten sie spannende Einblicke in die aufwendige Technik und Organisation der größten Seebühne der Welt. Am Abend folgte der Höhepunkt des Tages: der Besuch der Aufführung von „La Traviata“ auf der Bregenzer Seebühne, die bei schönstem Wetter mit einem spektakulären Sonnenuntergang über dem Bodensee begann. Die beeindruckende Inszenierung, das spektakuläre Bühnenbild und die einzigartige Atmosphäre direkt am Bodensee sorgten für unvergessliche Momente.
Nach der Aufführung wurde die Gruppe noch von unserem Busfahrer Manfred Jablonski mit einem nächtlichen Imbiss und „Schluck“ am Bus verwöhnt.
Die meisten Teilnehmenden waren sich einig, dass dies nicht ihre letzte Reise an den Bodensee und zur Bregenzer Seebühne sein würde. Almuth Ostermeyer-Schlöder
Ein von Otto Dix entworfenes Kirchenfenster in der Ev. Petruskirche in Öhningen Foto: Almuth Ostermeyer-Schlöder
Hermann Hesses Haus in Gaienhofen Foto: Almuth Ostermeyer-Schlöder
Gruppenfoto der Reisegruppe des Bürgervereins Meckenheim Foto: Bernd Rafflenbeul
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Sonnenuntergang hinter der Seebühne von Bregenz Foto: Almuth Ostermeyer-Schlöder
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