Allgemeine Berichte | 14.05.2015

Heimatverein Meckenheim e.V.

Fahrt zur Westfalen Culinaria in Nieheim

Meckenheim. Bei herrlichem Frühlingswetter machten sich 28 Mitglieder des Heimatvereins auf den Weg nach Ostwestfalen. Ziel war die beschauliche Stadt Nieheim im Kreis Höxter, bekannt durch ihre Käseproduktion.

Erster Höhepunkt der Fahrt war die Überquerung des „ Passes“ im Teutoburger Wald mit Aussicht auf eine wunderschöne Frühlingslandschaft. In Nieheim ging es mit dem freundlichen Führer sofort los zur ersten Station der Besichtigungen, dem Brotmuseum. Hier erfuhr man alles über die Fertigung von Brot im Steinbackofen, aus Natursauerteig versteht sich, über die Arbeitsbedingungen in so einer Bäckerei und über den sozialen Aspekt des gemeinsamen Brotbackens. Auch die Fertigung von Pumpernickel und natürlich auch die Geschichte der Namensgebung des Gebäcks wurde erklärt. Napoleons Pferd kam hier erst an zweiter Stelle. Weiter ging es zum Schinkenmuseum. Hier erfuhr man alles über die Arbeitsabläufe für Westfälischen Knochenschinken, angefangen bei der Schweineaufzucht bis zum Trocknungsvorgang in der Räucherkammer. Wer auf eine Kostprobe gehofft hatte, wurde leider enttäuscht. Die nächste Station war das Biermuseum. Hier beeindruckten die blanken Braukessel, die noch heute zu bestimmten Zeiten in Betrieb genommen werden, und zwar von einem Kegelclub, dessen Mitglieder zu „Zeitbraumeistern“ werden. Die Bierbrauerei hat in dieser Stadt noch eine Tradition, und diejenigen, die das Ergebnis anschließend an die Führung im Restaurant verkosten konnten, waren des Lobes voll über ein richtig gutes, süffiges Bier. Dann war erst einmal Mittagspause angesagt, und die Gruppe konnte mit westfälischer Kartoffelsuppe, Lauchkuchen und anderen regionalen Leckereien den Hunger stillen. Nach einer Stunde jedoch stand der unermüdliche Gästebegleiter wieder im Raum und forderte zum weiteren Rundgang auf. Jetzt war das Käsemuseum an der Reihe. Hier wurde man auf einem Video Zeuge der Herstellung von Käse allgemein, aber auch vom einheimischen Produkt, einem Rohmilchkäse, der nicht nur in der nahen Umgebung, sondern durchaus auch in ferneren Regionen bekannt sein soll. Man hörte alles über Schimmel, Bakterien und sogar Milben im Käse, konnte sich über die „Zusammengehörigkeit“ von Weinen und Käse informieren und erfuhr vom Nieheimer Käsemarkt, der an geraden Jahren im September bis zu 70.000 Menschen in die kleine Stadt lockt. Der Höhepunkt der Führungen war das Sackmuseum, eine in Deutschland einmalige Sehenswürdigkeit. Neben einem mit viel Liebe zusammengetragenen Heimatmuseum mit Schätzchen aus der guten, alten Zeit, beeindruckte eine Sammlung von Säcken aller Art und zu jeder denkbaren Verwendung. Man konnte nur staunen über die Geschichten und Anekdoten, die mit alten Säcken verbunden sein können. Die Auswahl der Exponate reichte vom gewöhnlichen Kartoffelsack über Säcke mit Aufdruck, die Auskunft über den Status ihrer Besitzer gaben, wertvolle Zuckersäcke, bis zu einer Sammlung von Tüten, wie sie in Flugzeugen und Schiffen für gewisse unangenehme Begleiterscheinungen der Reise bereitgehalten werden. Alles das gesammelt und katalogisiert von einem offensichtlich sehr aktiven Heimatverein. Müde, aber voller schöner Eindrücke trat die Gruppe nach einer Aufmunterung mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen den Heimweg an.

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