St. Sebastianus Schützenbruderschaft Meckenheim
Familienausflug der Schützen ging nach Belgien
Meckenheim. Der diesjährige Ausflug führte die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Meckenheim nach Belgien. Dort liegt wenige Kilometer südlich von Maastricht das zum Festungsring Lüttich gehörende ehemalige Sperrfort Eben-Emael.
Das auf einer Fläche von 75 Hektar errichtete Fort wurde von 1932-39 erbaut und war damals das größte seiner Art. Es sollte einem möglichen Angriff aus dem Osten Widerstand leisten.
Am 10. und 11. Mai 1940 wurde das Fort von rund 90 Elitesoldaten der Wehrmacht, die mit Lastenseglern auf dem Gelände landeten, gestürmt und eingenommen.
Unter fachkundiger Führung hat man die riesige Fortanlage erkundet . Die Gruppe hatte Gelegenheit, in bis zu 700 Meter langen Gängen, zum Teil unter Einsatz von mitgebrachten Taschenlampen, bis in die entlegensten Ecken des Forts vorzudringen, in die sonst keine Touristen geführt werden.
Mehr als 25 unterirdische Räume, ausgestattet mit einer beeindruckenden Sammlung von Ausrüstungsgegenständen und Hinterlassenschaften der Verteidiger und Besatzer, gaben ein beeindruckendes Bild der Kriegszeit wieder.
Die Kühle der Räume, die Feuchtigkeit an den Wänden der nicht enden wollenden, streckenweise nur 1 Meter breiten Gänge, ließen einen frösteln und vermittelten ein bedrückendes Gefühl. Dieses Gefühl verschwand, als man sich endlich im Casino bei Kaffee und Kuchen, belegten Brötchen und Gulaschsuppe stärken konnten.
Den Abschluss des Ausfluges bildete ein Diavortrag, der alles Wichtige zum Sperrfort nochmals zusammenfasste, bevor man die Heimreise antrat.
