Heimatverein Meckenheim besuchte das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum
Glück auf - der Steiger kommt
Meckenheim. Bei herrlichem Frühlingswetter machte sich eine Gruppe des Heimatvereins Meckenheim auf, um das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum zu besuchen. Trotz angekündigter Zugverspätungen wurde das Museum rechtzeitig erreicht und die Wartezeit bis zur Führung konnte genutzt werden, um einen Blick in die prachtvolle Silberkammer zu werfen, in der Kostbarkeiten aus bergmännischer Tradition aufbewahrt werden. Die Führung beinhaltete einen Besuch unter Tage, und so wurden die Besucher bald in einem virtuellen Förderkorb in rasantem Tempo auf 1400 m Tiefe befördert. Hier im Stollen erschloss sich die Welt der Kumpels in beeindruckender Weise. Die Technik des Stollenvortriebs wurde erläutert, Maschinen von einer riesigen Vortriebsfräse bis zum handbetriebenen Schlagbohrer vorgeführt. Man erfuhr viel über die starke, körperliche Belastung der Kumpel, ihre Plackerei bei großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, die gesundheitlichen Gefahren durch Staub- und Lärmbelastung und nicht zuletzt über die tödliche Gefahr der „Schlagenden Wetter“. Über einen Kilometer führte der Weg durch den Stollen, immer wieder öffneten sich seitlich neue Vortriebe, durch die man eine Ahnung von der Größe dieser „ Unterwelt“ gewinnen konnte. Die Erklärung und Vorführung der Einrichtungen zur Sicherung gegen Einsturz machten deutlich, weshalb die Steinkohleförderung bei uns so sehr aufwändig und teuer ist, und warum viele Zechen stillgelegt wurden. Nach dem Besuch „Unter Tage“ ging es auf den Förderturm, von dessen Plattform aus man einen beeindruckenden Blick über die Stadt und die Industrieanlagen der Umgebung hatte. Die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel und die Vision vom „blauen Himmel über der Ruhr“ wurde Wirklichkeit.
