Meckenheimer Maibaum steht am Zeughaus - Kinder schmückten die Spitze
„In der Ruhe liegt die Kraft“
Tradition wird bei den Stadtsoldaten groß geschrieben. Feier bis in die Nacht
Meckenheim. Sie ließen sich Zeit, die Feuerwehrleute der Löschgruppe Meckenheim mit Zugführer Thomas Rähse an der Spitze. Und das war nicht etwa Unvermögen, sondern Kalkül: „Wir stellen den Maibaum immer so langsam auf, damit die Musiker Zeit haben und die Leute in Ruhe feiern können“, begründete Thomas Rähse die ruhige Art seiner Mannen. Während in den umliegenden Ortschaften es eher ein Wettbewerb war, wer am schnellsten den Baum aufgestellt hat, kennen die Meckenheimer diese Eile nicht. Etwa eine Stunde dauerte es vom ersten Anpacken bis zum sicheren Befestigen des Stammes in dem gemauerten Loch an der Professor-Scheeben-Straße.
Das Maibaumaufstellen ist Tradition am Zeughaus der Stadtsoldaten. Und der Platz am Vereinshaus des Vereins, der immerhin etwa 600 Mitglieder hat, war wie alle Jahre wieder gut gefüllt bei der Maifeier. Ebenfalls traditionell schmückten die Kinder erst einmal den noch liegenden Stamm mit bunten Girlanden. „Die Mädchen und Jungen werden so schon mit den Bräuchen vertraut gemacht. Wie die Stadtsoldaten werden sie sich mit unseren Traditionen auseinandersetzen und sie ebenfalls pflegen“, freute sich Melanie Schwanbeck über die begeisterten Kinder und den guten Besuch. Die Pressesprecherin der Stadtsoldaten teilte sich auf zwischen Konzert und Bewirtung. Wie die meisten Mitglieder in den blauen Uniformen des Corps. Sie kümmerten sich um die hungrigen und durstigen Gäste, der Grill duftete verführerisch, die Getränke flossen flott. Das Maibaumaufstellen am Zeughaus geriet so zu einem kleinen Volksfest. „Eine tolle Feier. Wie in jedem Jahr“, freute sich da auch Stadtsoldaten-Kommandant Peter Klee, der gerade flink frisches Bier zapfte. Da passte dann auch das Lied des Musikzuges, als schließlich der Baum sicher in seiner Halterung stand: „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, spielten sie. Und das ließen sich Gäste und fleißige Feuerwehrleute nicht zweimal sagen.
Kräftig anpacken mussten die Wehrmänner, um den großen Baum in die Höhe zu stemmen.
