Frauentreff Meckenheim e.V. auf Tour
Obere Mühle zog die Frauen in ihren Bann
Meckenheim. 17 Frauen des Frauentreffs Meckenheim besuchten die Obere Mühle, Meckenheims einziges Industriedenkmal. Die Mühle an der Swist wurde im Jahre 1406 erstmals als Bannmühle des Bonner Cassius Stiftes erwähnt und war mit Unterbrechungen bis 1972 in Betrieb.
Die heutige Mühlentechnik vom Type amerikanische automatisierte Mühle aus dem Jahre 1921 ist weitgehend gut erhalten.
Die Obere Mühle ist seit 1987 als technisches Denkmal registriert und seit 1997 als Denkmal anerkannt.
1998 gründete sich der Verein „Pro Obere Mühle“, der die Mühle als Getreidemühle instand setzen und als Besuchermühle zugänglich machen will.
Der Mühlenführer Stefan Möller erklärte an einem Modell - gleich neben den riesigen Mühlrädern im Erdgeschoss - die Funktionsweise der ehemaligen Wassermühle mit innen liegendem mittelschlächtigem Mühlrad.
Sie ist einzigartig in der ganzen Umgebung und eines der ältesten Gebäude in Meckenheim.
Interessiert ließen sich die Frauen die Kraftübertragung, das Becherwerk, die Putz- und Schälmaschinen oder den Aspirateur erklären.
Der Sackaufzug im Gebäude zeigt, wie fortschrittlich bereits in der Mühle gearbeitet wurde. Stefan Möller und die Damen des Frauentreffs ließen die Mühlenführung bei einem Besuch im Café „Landlust“ mit Blick auf die Obstplantage des Obsthofes Steinbüchel ausklingen.
