Allgemeine Berichte | 21.06.2026

EOES Silbermedaille 2026

Silbermedaille bei der European Olympiad of Experimental Science (EOES) 2026

Der Chemiker in Aktion: Michael Hahn untersucht Wasserproben

Meckenheim/Lund. In Lund (Schweden) fand Mitte Mai der europäische Teamwettbewerb in den Bereichen Biologie, Chemie und Physik statt.

In Dreierteams müssen hier Schülerinnen und Schüler fächerübergreifend experimentelle Aufgaben lösen.

Mit dabei in einem der beiden deutschen Teams: Michael Hahn aus Meckenheim, der das CJD Königswinter besucht.

Zusammen mit Junes Senz und Felix Friedrich kam Michael Hahn auf den 10. Platz unter 48 Teams aus 23 EU-Ländern und wurde mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Das deutsche Team A mit Tom Asche, Marie Lautenschlager und Dominik Stauff gewann den Wettbewerb, und alle freuten sich gemeinsam, dass der EOES-Pokal wie schon 2023 nach Deutschland ging.

Im Vorfeld mussten sich die Teammitglieder bei einem nationalen Auswahlseminar Anfang März in Potsdam durchsetzen. Für die Einladung dorthin mussten sich die Teilnehmer zunächst in den nationalen Auswahlverfahren der internationalen Chemie-, Biologie- oder Physik-Olympiade bewähren. Kurz vor der EOES ging es dann zu einem gemeinsamen Trainingsseminar nach Klagenfurt am Wörthersee. Dort vertieften die Nationalteams von Deutschland und Österreich im hervorragend ausgestatteten Schülerlabor „BIKO mach MINT“ ihre experimentellen Fähigkeiten in Chemie, Physik und Biologie. Zudem dienten die Tage in Österreich dem Teambuilding.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs in Lund vom 2. bis 9. Mai standen zwei interdisziplinäre Experimentalklausuren mit anspruchsvollen experimentellen Aufgabenstellungen im Labor. Zuvor wurden die Klausuren von den Mentor:innen gemeinsam mit dem Scientific Committee des Gastgeberlandes diskutiert und übersetzt. Bei der ersten Klausur ging es um Zucker – ein Rohstoff, der in Schweden insbesondere für Süßigkeiten und traditionelles Gebäck wie Zimtschnecken von großer Bedeutung ist und lokal aus Zuckerrüben gewonnen wird. Thematisiert wurden chemische und physikalische Eigenschaften von Zucker sowie biologische Untersuchungen der Zuckerrüben. Die zweite Klausur widmete sich dem Thema Wasser, das in der von Küsten geprägten Region Skåne allgegenwärtig ist. Hier stand die Untersuchung von Lebensformen im Wasser im Mittelpunkt: So mussten Algenarten bestimmt, ein Hering seziert und Nitratwerte in Wasserproben analysiert werden.

Neben dem Wettbewerb fördert die EOES auch internationale Freundschaften und gegenseitiges Verständnis über Ländergrenzen hinweg. Die Teilnehmenden erlebten ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm: So erkundeten sie die Insel Ven, fuhren mit Speedbooten im Öresund zwischen Dänemark und Schweden und hatten ein buntes kulturelles Programm.

(Der Text basiert auf dem Bericht von Dr. Annabel Maisl (IPN Kiel) auf der Webseite https://www.scienceolympiaden.de/eoes.)

Der Chemiker in Aktion: Michael Hahn untersucht Wasserproben Foto: EOES 2026

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