Meckikids e.V. zu Gast beim Malteser Hilfswerk in Meckenheim
„Stabile Seitenlage“ aufgefrischt
Meckenheim. Rettungssanitäter Salah Farah steht in einem Rettungswagen der Malteser und hält einen seltsamen gebogenen Schlauch hoch. „Wer weiß, was das ist?“, fragt er die Kinder, die um ihn herumstehen. Es ist still, niemand sagt etwas. Schließlich löst er die Ruhe auf und erklärt die Funktion des Mini-Staubsaugers: „Das ist ein Absaugschlauch.“ Dann erläutert er ausführlich, wozu man ihn in einem Rettungswagen benötigt und lässt die Kinder selbst einmal „staubsaugen“.
Farah und Carsten Möbius vom Malteser Hilfswerk Meckenheim empfangen die Mädchen, Jungen und Eltern des Familien-, Kinder- und Jugendfördervereins Meckikids e.V. in der Geschäftsstelle in der Neuen Mitte, um zu zeigen, wie die Malteser arbeiten, und die Hemmschwelle zu senken.
Seit einiger Zeit läuft bei dem Verein das Projekt „Vorhang auf!“. Dabei werden den Kindern und ihren Eltern Berufe, Firmen und Institutionen in der Region vorgestellt und ihnen die Möglichkeit zu einem Blick hinter die Kulissen gegeben. „Wir versuchen, den Kindern und ihren Familien zu zeigen, wie vielfältig und interessant unsere Heimatregion ist“, erklärt Anja von Perfall, Vorstandsmitglied der Meckikids und Organisatorin des Besuchs bei den Maltesern. „Uns ist es beim heutigen Besuch wichtig, den Eltern die Scheu vor eventuellen Wissenslücken in der Notfallhilfe vor allem in Bezug auf Kinder zu nehmen. Wir überlegen sogar, einen Abend speziell zur Ersten Hilfe bei Kindern anzubieten, bei dem alle Fragen geklärt werden können, wie zum Beispiel spezielle Maßnahmen, wenn Säuglinge und Kinder erkranken oder sich verletzen. Dazu gibt es oft Fragen zur Sicherheit in den eigenen vier Wänden“, ergänzt sie.
Carsten Möbius gibt den Eltern im Rahmen dieses Besuchs neben Informationen zu den Aufgaben des Malteser Hilfsdienstes auch so Einiges an Tipps und Tricks rund um Notfallsituationen mit auf den Weg. Dazu gibt es eine kleine Auffrischung der „stabilen Seitenlage“.
Und auch den Kindern soll die Scheu genommen werden, sich in einem Notfall von den Maltesern helfen zu lassen. Daher werden sie verbunden, bis auch das letzte Verbandszeug aufgebraucht ist. Selbst die Kleinsten lernen kindgerecht neben den grundlegenden Erste-Hilfe-Regeln, warum es wichtig ist, die Notrufnummer 112 zu kennen, an wen man sich in einem Notfall wendet und was man zu sagen hat. Nach einer halben Stunde ist das Eis gebrochen, und die Kinder stellen den Rettungssanitätern Fragen.
Den Höhepunkt stellt natürlich die Erkundung des Rettungswagens dar. Neugierig schauen die Kinder in das Innere des Krankenwagens. Die Vakuummatratze, die Krankenliege und der rollende Stuhl sind nur Einige der Ausrüstungsgegenstände, die auch ausprobiert werden dürfen. Die Rettungsassistenten lassen die Kinder in alle Fächer gucken und zeigen sämtliche Utensilien wie Blutdruckmessgerät und Halskrause. Zudem bekommt jedes Kind ein Paar Handschuhe, eine Spritze und einen Ausdruck von seinem Herzschlag. Selbstverständlich werden auch mehrere Runden mit dem Rettungswagen gedreht - mit Martinshorn und Blaulicht.
Salah Farah und Carsten Möbius erklärten den Kindern Aufgaben und Arbeitsweise der Malteser.
