Tagesausflug des Heimatvereins Meckenheim
Vom Einbaum zum Supertanker
Gruppe besuchte das Deutsche Museum für Binnenschifffahrt in Duisburg
Meckenheim. Bei herrlichem Wetter startete eine Gruppe des Heimatvereins Meckenheim per Bus in Richtung Duisburg. Auf dem Programm standen eine Besichtigung des Museums für Binnenschifffahrt in Duisburg-Ruhrort und eine anschließende Hafenrundfahrt. Nach ihrer Ankunft hatten die Reiseteilnehmer noch Zeit für einen kleinen Imbiss im Museumscafé und zur Besichtigung des Museumsgebäudes, einem ehemaligen, im Jugendstil eingerichteten Schwimmbad. Bei der folgenden sachkundigen Führung eröffnete sich den Zuhörern eine spannende Einsicht in die Geschichte des Flussschiffsbaus und des Schiffsverkehrs auf Binnengewässern. Im Großen und Ganzen bezog sie sich auf den Rhein, der ja zu allen Zeiten die größte Binnenwasserstraße in Europa war und ist.
Zunächst einmal faszinierte ein zehn bis 15 Meter langer Einbaum, dessen Reste im Rheinschlamm gefunden wurden. Mit solchen Einbäumen haben Kelten und andere Stämme, die am Rhein ansässig waren, den Strom bezwungen. Lebhaft konnte man sich auch vorstellen, wie Menschen auf Flößen flussabwärts gefahren sind, völlig den Gewalten des Wassers und auch des Wetters ausgesetzt. Modelle der ersten Boote erzählten von der Kunstfertigkeit der Schiffsbauer, und manch einem hat bei der Schilderung der Treidelfahrten in Gedanken das Kreuz wehgetan.
Die moderne Zeit präsentierte sich dann in Gestalt eines Original-Rheinschiffs, wie es noch bis ins letzte Jahrhundert auf dem Rhein verkehrte. Dieses Ausstellungsstück war auch von unten zu besichtigen, denn das ehemalige Schwimmbecken konnte es in seiner ganzen Größe aufnehmen. Wenn es die Zeit zugelassen hätte, hätte mancher wohl noch gerne bei den wunderschönen Schiffsmodellen, die in großer Zahl ausgestellt waren, verweilt, aber draußen wartete das Schiff für die Hafenrundfahrt.
Das Fahrgastschiff „Rheinfels“ lag am Museumsanleger und entführte die Gesellschaft bei strahlendem Wetter in die Weite des Duisburg-Ruhrorter Hafens. Vier große Hafenbecken galt es zu erkunden, der Eindruck von der Größe dieses Binnenhafens war überwältigend. Hier lagen dicht an dicht die größten und längsten Flussschiffe, die man sich vorstellen kann, und deren Größe man sich auf dem Rhein nie richtig bewusst macht. Kohle, Holz, Öl und Unmengen an Containern lagerten auf den Kais. Die Ausführungen des Kapitäns, wie alle diese Güter be- und entladen, verteilt und sortiert werden, nötigte selbst PC versierten Zuhörern große Achtung ab. Dieser Hafen ist eine Welt für sich und fasziniert sicherlich noch bei einem zweiten Besuch. Nach zwei erlebnisreichen Stunden, in denen auf dem kleinen Schiff auch noch für Kaffee und Kuchen gesorgt war, ging diese Fahrt zu Ende. Wohlbehalten kamen alle wieder in Meckenheim an und waren sich einig in ihrem Urteil: „Weiter so!“
