Frauentreff Meckenheim e.V. besucht Senfmuseum und Schokoladenmuseum in Köln
Vom Senf zur Schokolade
Meckenheim. 16 Frauen des Frauentreffs Meckenheim e.V. hatten viel zu probieren bei einem Besuch im Senfmuseum in Köln und anschließend im Schokoladenmuseum.
Originalrezepte aus dem 15. Jahrhundert
Zunächst erfuhren die Frauen viel über die Herstellung von Senf im Kaltpressverfahren. Das Rohmaterial, das Senfmehl, wird aus Kanada angeliefert dann in einer historischen Senfmühle verarbeitet und danach auf einer Kaltpresse aus Schwarzem Basalt zu Senf gepresst. Dabei werden Originalrezepte aus dem 15. Jahrhundert und dem Jahr 1820 verwendet. Es kommen ausschließlich Naturgewürze zum Einsatz, keine Aromastoffe, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker. Der Senf wird in original salzglasierte Steintöpfe gefüllt, die aus dem Westerwald stammen, und ist dann ohne Kühlung zwei Jahre lang haltbar. Senf wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd, macht fette Speisen bekömmlicher, hemmt das Wachstum und die Vermehrung von Bakterien, senkt den Cholesterinspiegel und den Blutdruck, hat entzündungshemmende Eigenschaften im Bereich der Harnwege und Atmungsorgane.
Fünf Gramm decken den Tagesbedarf ab. Nachdem die Frauen all dies erfahren hatten, wurde tüchtig eingekauft. Und dann ging es ins Schokoladenmuseum auf der gegenüber liegenden Straßenseite.
Der Stoff der süßen Träume
Nach einem gemeinsamen Mittagessen erfuhren die Frauen alles über die Herkunft und die Verarbeitung der Schokolade. Der Stoff, aus dem die süßen Träume hergestellt werden, ist die Kakaobohne.
Sie wächst in den Tropen rund um den Äquator am Stamm des Kakaobaumes. An einem Stamm wachsen Kakaobohnen in allen Reifestadien und müssen daher mühsam von Hand geerntet werden. Dann werden die Samen aus der Frucht entfernt, fermentiert und getrocknet. Die trockenen Kakaobohnen werden dann in Jutesäcke gefüllt und weiter transportiert. Per Schiff gelangen sie dann an ihre Bestimmungsorte in der ganzen Welt. Die Schweizer und die Deutschen sind die eifrigsten Schokoladenesser. In der museumseigenen kleinen Schokoladenfabrik konnten die Frauen dann zuschauen, wie in einzelnen Schritten die Schokolade entsteht. Am Ende konnte dann am Schokoladenbrunnen probiert werden, Mmmh!
Mit Chili gewürzt
Ursprünglich stammt der Kakaobaum aus dem Amazonasgebiet. Von da aus verbreitete sich der Baum nach Norden.
Die Azteken und Maya entdeckten, dass man die Kakaobohnen mahlen konnte und vermischten das Pulver mit heißem Wasser und würzten es mit Chili. Über die Spanier gelängte der Kakao auch nach Europa und verbreitete sich bald als Modegetränk. Erst viel später begann die Verarbeitung zu Schokoladentafeln. Mit einem gemütlichen Kaffeetrinken im Schokoladenmuseum nahm dieser „nahrhafte“ Tag ein Ende.
