Politik | 18.05.2013

5. „Symposium der Wirtschaft“ in Mendig

Ein gutes Gedächtnis ist erlernbar

Faszinierender Vortrag von Boris Nikolai Konrad, Weltrekordhalter im Namen merken

V.r.: RWE-Kommunalberater Michael Dötsch, Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel, KSK-Vorstand Karl-Josef Esch, Referent Boris Nikolai Konrad, VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, WfG-Geschäftsführer Henning Schröder, Wirtschaftsförderer Detlef Odenkirchen und der 1. Beigeordnete der VG-Mendig, Joachim Plitzko, beim 5. „Symposium der Wirtschaft“. SF

Mendig. „Seine Begeisterung für Lerntechniken ist zur Leidenschaft geworden. Seine Fähigkeiten beeindrucken bei TV-Auftritten immer wieder ein Millionenpublikum. Ein Genie, das uns aufzeigen kann, welches Potenzial in unseren Köpfen steckt.

Er wird darstellen, wie gewinnbringend ein gutes Gedächtnis für den Umgang mit Kunden ist. Uns allen wird er vermitteln, wie wir unsere Merkfähigkeit erhöhen und so den Schatz unseres Gehirns richtig heben!“ Mit diesen Worten hieß VG-Bürgermeister Jörg Lempertz den Gedächtnistrainer, Key-Note-Speaker, Autor, Neurowissenschaftler und ‚Weltrekordhalter im „Namen merken“, Boris Nikolai Konrad im Rahmen eines Symposiums der Wirtschaft in der Mendiger Laacher See-Halle herzlich willkommen. Ein besonderer Gruß des VG-Bürgermeisters ging auch an die anwesenden kommunalpolitischen Vertreter der VG, zahlreiche Unternehmer und deren Mitarbeiter sowie an Uli Rawert und Olaf Waldecker als Vertreter des Stammtisches der Mendiger Gewerbetreibenden, die übrigens beabsichtigen, am 13. Juni eine neue, schlagkräftige Werbegemeinschaft für die VG Mendig zu gründen. Gesponsert wurde das Symposium von der Kreissparkasse Mayen als Partnerbank der Wirtschaft, dem RWE als Energieversorger in der Region und der kreiseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mittelrhein. Dafür bedankte Jörg Lempertz sich ganz besonders bei dem KSK-Vorstand Karl-Josef Esch und dem Mendiger Filialleiter Oliver Löhr, dem RWE-Kommunalberater Michael Dötsch sowie dem WfG-Geschäftsführer Henning Schröder. Nach einem Grußwort durch den Hausherrn, Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel, bat der Moderator des Abends, Stephan Pauly, den KSK-Vorstand Karl-Josef Esch ans Mikrofon, welcher – stellvertretend für alle Sponsoren - u.a. die hervorragende  Organisation der Veranstaltung durch den Wirtschaftsförderer der VG Mendig, Detlef Odenkirchen hervorhob.

„Wir finden es gut, dass insbesondere die Unternehmer der VG Mendig bei dem heutigen 5. Treffen im Rahmen des Mendiger Symposiums der Wirtschaft einen bilateralen Austausch pflegen. In einer globalisierten Welt, die immer kleiner zu werden scheint, empfinden wir es als besonders wichtig, dass wir enger zusammenrücken. Auch wir als Sponsoren wollen in der kommunalen Familie Partner sein und uns unterstützend einbringen“, so der Vorstand der Kreissparkasse Mayen, Karl-Josef Esch, der sodann dem Gaststar des Abends, Boris Nikolai Konrad das Terrain überließ.

Gaststar Boris Nikolai Konrad begeisterte

Lernen soll etwas Faszinierendes sein? Das bezweifeln viele! Boris Nikolai Konrad ist da anderer Meinung: Seine Begeisterung für Lernmethoden und Gedächtnistraining ist jederzeit spürbar. Als Gedächtnissportler ist er mehrfacher Teamweltmeister und Weltmeister in Einzeldisziplinen. Er hält den Weltrekord im Namen merken und ist Guiness-Weltrekordhalter im Geburtsdaten merken. Zudem ist er als Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München tätig und forscht über die neuronalen Grundlagen außergewöhnlicher Gedächtnisleistungen. Der 2010 mit dem „5 Sterne Redner-Preis“ in der Kategorie Best Newcomer ausgezeichnete Redner und Gedächtnistrainer bewies den faszinierten Zuhörern in der Mendiger Laacher See-Halle in seinem locker und spielerisch gestalteten interaktiven Vortrag: Ein gutes Gedächtnis ist erlernbar! Dies wurde besonders eindrucksvoll deutlich, als er ca. 40 Gäste, mit denen er bei einem kleinen Empfang vor der Veranstaltung bekannt gemacht worden war, zu Beginn seines Vortrags noch einmal persönlich mit ihrem richtigen Namen begrüßte.

Bilder funktionieren wie Wegweiser

„Das Gedächtnis wird von drei Säulen, die für drei Gedächtnistechniken stehen, unterstützt: Die Routenmethode, Zahlen und Namen. Alle drei Methoden bauen auf dem gleichen Fundament auf, nämlich dem bildhaften Denken“, so Boris Nikolai Konrad, der das Publikum mit den drei einfachen, aber dennoch genialen Lernmethoden auf eine besonders unterhaltsame Art und Weise bekannt machte.

Dabei schafften es viele Zuhörer bereits nach relativ kurzer Zeit, sich anhand von Bildern, die von dem Referenten in skurrile Geschichten „verpackt“ worden waren, zunächst 10, später sogar 20 Begriffe in der richtigen Reihenfolge einzuprägen. „Die Bilder funktionieren wie Wegweiser und diese wiederum helfen dem Gedächtnis auf die Sprünge“, so der 28-jährige Referent, der u.a. erläuterte, wie dies beim Merken von Zahlenkombinationen funktioniert. So brauche man sich nur die Eins als Kerze, die Zwei als Schwan, die Drei als Dreizack, die Vier als Auto (vier Räder), die Fünf als Hand (fünf Finger), die Sechs als Würfel, die Sieben als Sense, die Acht als Schneemann, die Neun als Blume und die Null als Reifen vorzustellen.

Routenmethode erlernt

Bei der Routenmethode bediente Boris Nikolai Konrad sich der Vorstellung verschiedener Körperpunkte wie Fuß, Knie, Oberschenkel, Po, Bauch, etc. und machte daran wiederum verschiedene in „des Merkens würdige“ Geschichten verpackte Bilder fest, so dass der Weg fast automatisch zu den gewünschten Begriffen oder Wortabfolgen führte.

„Diese bildliche Vorstellung funktioniert ebenso eindrucksvoll, wenn man sich die Namen von fremden Personen einprägen möchte, denn Bilder kann das Gehirn sich besser merken, als abstrakte Begriffe. Wenn man Worte mit Bildern verknüpft, werden zusätzliche Gehirnnerven aktiviert. Die Informationen werden vom Gehirn nämlich nicht in den Gehirnzellen selbst gespeichert, sondern in den Verknüpfungen, die dazwischen liegen, den so genannten „Synapsen“ so Konrad.

Zum Abschluss des im wahrsten Sinne des Wortes unvergesslichen Vortrags gab der Referent den Gästen noch einen Tipp: „Wenn Sie etwas gelernt haben, egal ob für eine Weiterbildung durch das Lesen von Fachartikeln oder weil Sie eine neue Sprache erlernen, sollten Sie vor dem Schlafengehen noch einmal durchgehen, was sie an diesem Tag gelernt haben. Das führt dazu, dass Sie sich an diese Inhalte besser erinnern werden!“

Mit seinem ca. einstündigen Vortrag verstand das „Superhirn“ Boris Nikolai Konrad vortrefflich, seine Zuhörer zu faszinieren.

Mit seinem ca. einstündigen Vortrag verstand das „Superhirn“ Boris Nikolai Konrad vortrefflich, seine Zuhörer zu faszinieren.

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz bedankte sich bei dem Referenten mit einem Fässchen Vulkanbier.

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz bedankte sich bei dem Referenten mit einem Fässchen Vulkanbier.

V.r.: RWE-Kommunalberater Michael Dötsch, Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel, KSK-Vorstand Karl-Josef Esch, Referent Boris Nikolai Konrad, VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, WfG-Geschäftsführer Henning Schröder, Wirtschaftsförderer Detlef Odenkirchen und der 1. Beigeordnete der VG-Mendig, Joachim Plitzko, beim 5. „Symposium der Wirtschaft“. Fotos: SF

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