Politik | 21.02.2013

Energie darf nicht zum Luxusgut werden - SPD legt eigenes Konzept vor

Nahles & Ruland: „Bundesregierung macht Energiewende zu sozialem und wirtschaftlichem Risiko“

Region. In einer gemeinsamen Stellungnahme erklären die Bundestagsabgeordnete und SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles und ihr Landtagskollege Marc Ruland: „Der Alleingang des Bundesumweltministers stellt einen weiteren Tiefpunkt von Schwarz-Gelb bei der Gestaltung der Energiewende dar.

Scheinbar ohne vorherige Rücksprache in der Regierungskoalition - und wohl auch ohne vorherige Beratungen mit der Fachebene - beschließt Peter Altmeier (CDU) mal eben, die Umlage auf Erneuerbare Energien (EEG) für zwei Jahre auszusetzen. Wirtschaftsminister Rösler (FDP) will gleichzeitig den Erzeugern von Öko-Strom die Förderungen kürzen. Dabei verschweigt die Regierungskoalition, dass ein Großteil der Kostensteigerung überhaupt erst durch die zahlreichen, unter Schwarz-Gelb eingeführten Ausnahmen für Großunternehmen zustande kommt. Hier gilt es, anzusetzen.“ Die Sozialdemokraten machen sich dafür stark, diese Sonderregelungen auf den Prüfstand zu stellen und auf energieintensive und exportorientierte Unternehmen zu beschränken: „Auch bei der Energiewende gilt: Starke Schultern müssen mehr tragen als schwache. Die Kosten dürfen nicht länger einzig auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen abgewälzt werden.“

Die SPD hat hierzu ein eigenes Konzept vorgelegt, das unter anderem vorsieht, dass der Staat bei steigenden Strompreisen nicht versteckt mitverdienen darf. Mit einer steigenden EEG-Umlage steigen auch die Einnahmen über die Mehrwertsteuer. Diese Steuermehreinnahmen belaufen sich auf rund eine Milliarde Euro und müssen aus Sicht der Sozialdemokraten an die Verbraucherinnen und Verbraucher zurückgeben werden, in dem die „Stromsteuer-Kosten“ für die ersten 500 oder 1000 Kilowattstunden für die Haushalte entfallen. „Alle unnötigen Vergünstigungen, die von Schwarz-Gelb in den vergangenen Jahren ins Gesetz hineingeschrieben worden sind, müssen wieder gestrichen werden“, fordern Nahles und Ruland.

Jedoch dürfe stromintensive und exportorientierte Industrie nicht auf einmal mit den Mehrkosten belasten werden, weil sonst die Gefahr der Abwanderung an Standorte außerhalb von Deutschland bestehe. Nach dem Treffen der Umwelt- und Wirtschaftsminister von Bund und Ländern am vergangenen Donnerstag könne man nur auf eine effektive Strompreisbremse in dieser Legislaturperiode hoffen. Jedoch sei zu befürchten, „dass in dieser Legislaturperiode eine Reform der Erneuerbaren Energien und des gesamten Strommarktes nicht mehr geschafft wird. Wir benötigen nach der Bundestagswahl einen Neustart der Energiewende. Wenn Schwarz-Gelb nun scheinbar versucht, die Energiewende Stück für Stück zu drosseln und den Menschen in unserem Land die Mär von der Unfinanzierbarkeit auftischt, ist das an Unehrlichkeit nicht mehr zu überbieten. Ein Grund für die steigenden Strompreise ist das Missmanagement der schwarz-gelben Koalition in Berlin. Da helfen auch alle Ablenkungsmanöver und die kurzfristigen Affekthandlungen von Herrn Altmeier wenig.“

Pressemitteilung Büro Bundes-

tagsabgeordnete und SPD-

Generalsekretärin Andrea Nahles; MdL Marc Ruland, SPD

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Imageanzeige
Industriemechaniker
Innovatives rund um Andernach
Aktionstage 5.-7. Mai
Outdoormöbel
Zukunft trifft Tradition KW 18
Image
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Die Kommunalaufsicht hat nun ihren Bericht hinsichtlich der Aufwandsentschädigungen der beiden Beigeordneten vorgestellt.
438

Kruft. In der Ortsgemeinde Kruft wird seit Wochen über die Aufwandsentschädigungen diskutiert, die die Beigeordneten Bernd Schumacher und Sandra Rheindorf-Weber für ihren ehrenamtlichen Einsatz erhalten haben. In dieser Woche wurde hierzu ein Bericht der bei der Kreisverwaltung angesiedelten Kommunalaufsicht vorgestellt. Dieser kommt zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die in Kruft praktizierte Aufgabenteilung zwischen dem Ortsbürgermeister und den beiden Beigeordneten rechtmäßig ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen.Foto: Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz
28

Beweidungsprojekt wächst auf fast 30 Hektar

Wasserbüffel erobern neue Flächen in den Thürer Wiesen

Thür. In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen. Damit stehen der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz ab sofort zusätzliche zehn Hektar Feuchtwiesen westlich der L113 als Ökokontofläche zur Verfügung. Insgesamt umfasst die Projektfläche in den Thürer Wiesen nun fast 30 Hektar.

Weiterlesen

Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
26

Stadt Andernach entwickelt innerstädtischen Grünzug ökologisch weiter

500 neue Bäume für die Mayener Hohl

Andernach. Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Entlang des rund 600 Meter langen innerstädtischen historischen Weges standen vor allem zwei Ziele im Fokus: die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit und die nachhaltige Stärkung des gesamten Gehölzbestandes.

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2025
Dienstleistungen
Holz Loth-Entsorgung
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
10 Jahre NoWi Bau
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeige Show Alive
Grünpflegedienst
Zukunft trifft Tradition KW 18
Titelanzeige
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, Mai 2026