Mendig verlieh drei Ehrenamtspreise für verdiente Mitbürger
Gala der Stadt bot den festlichen Rahmen
Mendig. Im November war es wieder soweit. Die Stadt lud Vertreter von Politik, Wirtschaft und Vereinen zur Gala der Stadt ein. Anlass war die Verleihung dreier Ehrenamtspreise an ehrenamtlich tätige Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Eine Säule des Obermendiger Vereinslebens
Umrahmt von einem festlichen Dreigangmenü und einem tollen Programm konnte man drei Anwesende überraschen. Für den ersten Aspiranten trat als Laudator Dirk Mohr, der zweite Vorsitzende der Kirmesgesellschaft Obermendig, ans Mikrofon. In launigen Worten und mit Witz berichtete er vom Wirken Roman Eultgens. Der rührige Obermendiger trat schon 1950 in den TuS Grün-Weiß ein, spielte dort Handball und trainierte ab 1965 40 Jahre Jugendmannschaften. Aber nicht nur da war Eultgen mit Herz und Seele dabei. Seit 1958 ist er Mitglied der Kirmesgesellschaft und war deren Vorsitzender von 1990 bis 2012. Als Dank für seinen unermüdlichen Einsatz machte man ihn 2002 zum Ehrenmitglied beim TuS Grün-Weiß und 2012 zum Ehrenvorsitzenden der Kirmesgesellschaft. Bürgermeister Hans-Peter Ammel dankte Roman Eultgen für sein Engagement und überreichte den gläsernen Ehrenamtspreis der Stadt.
Unermüdliche Helferin in der „Firma Kirche“
Nach einer kurzen Pause ging es dann schon weiter. Pater Ralf Birkenheier und die Vorsitzende der Kolpingfamilie Renate Plitzko kamen zur Bühne. Sie machten es spannend, denn die zu Ehrende wusste nichts von dem, was dann geschah. Pater Ralf sprach von der Wichtigkeit der „Transporteure“ in der weltweiten Firma Kirche und die in der kirchlichen GmbH - „Gemeinschaft mit begründeter Hoffnung“ - so wichtig seien. Er lobte das „lebendige Inventar“ ehrenamtlicher Helfer und leitete so zu Renate Plitzko über, die die Fakten vorstellte. 20 Jahre Mitglied in der Kolpingsfamilie, davon 22 Jahre im Vorstand, Lektorin und Kommunionhelferin, Mitglied im Sozialausschuss, KFD-Mitglied, Mitgründerin des Krankenhaus- und Altenheimbesuchsdienstes und, und, und. Die Liste der Tätigkeiten nahm kein Ende, so engagiert war die zu Ehrende. Renate Plitzko würdigte die Preisträgerin als Familienmenschen, freundlich und bescheiden, verlässlich und loyal. Im Publikum regte sich etwas, denn eine Person wusste, dass sie gleich auf die Bühne musste. Voller Freude gab man nun den Namen bekannt: Hildegard Geilen. Voller Freude überreichte Bürgermeister Hans-Peter Ammel den Preis des Jahres 2013. Nachdem die Gäste das Dessert zu sich genommen hatten, ging es dann in die dritte Runde.
Engagiert für Jung und Alt gleichermaßen
Laudator für die letzte der drei geehrten Personen war der Vorsitzende des DRK-Ortsverbands Lothar Spitzlei. „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“, so begann nicht nur die Geschichte des Roten Kreuzes, sondern auch die Ansprache von Spitzlei. Von ihrer Tochter inspiriert trat die nächste Preisträgerin bereits 1990 in den Ortsverein des DRK Mendig ein. Voller Tatendrang und Ideen machte sie sich schnell einen Namen. Kam in den Vorstand und wurde schnell Leiterin der Frauengruppe. 2003 schon gründete sie ein Seniorencafé und verwöhnt die Senioren seitdem einmal im Monat mit selbst gebackenem Kuchen oder auch einmal einem herzhaften Döppekooche. Dass sie hervorragend backen und kochen kann, merkten die Jugendlichen beim Pfingstzeltlager genauso wie die Helfer bei „Rock am Ring“ oder „Rhein in Flammen“. „Sie ist Koordinator zwischen Jung und Alt“, so Lothar Spitzlei. Er bedankte sich bei der Jury, die die zu Ehrende ausgewählt hatte, und bat Hildegard Kaul auf die Bühne. Voller Freude, aber bescheiden nahm sie den Preis aus den Händen des Bürgermeisters entgegen. Dass die Verdienste aller drei geehrten etwas Besonderes waren, merkte man am Verhalten des Publikums, denn alle wurden mit „Standing Ovations“ bedacht. Aber nicht nur den Preis war es der Stadt Mendig wert, jeder der drei bekam auch noch einen Hotelgutschein für eine kleine Reise in ausgewählte Themenhotels in Rheinland-Pfalz.
Nun startete das Musik- und Showprogramm, obwohl die Band „Stage Breakers“ - ausgezeichnet mit dem Musikfachmedienpreis „Galaband des Jahres 2012“ - die Gäste bereits mit wunderschöner Dinnermusik zwischen Ehrungen und Essen unterhalten hatte. Das Tanzbein wurde geschwungen, und man erfreute sich an der fabelhaften Musik des Quartetts aus Mörfelden-Waldorf.
Showprogramm der Extraklasse unterhielt die Gäste
Und zwischendurch lief dann das Showprogramm ab. Zunächst betrat „Doc Shredder“ die Bühne. Was dieser Künstler alles aus Papier zauberte, hinterließ bei den Besuchern mehr als nur Staunen. Verpackt in eine lustige Geschichte, riss und schnippelte er, bis die wundersamsten Dinge entstanden. Eine Leiter, die bis zum Dach reichte, Blumen, ein mannshohes Steuerrad eines Schiffes, um nur einige Ausschnitte zu benennen. Ohne Zugabe ging dann gar nichts.
Und eine Weile später machten sich „ein Opa und eine Oma“ auf der Bühne Platz, die den Gästen einmal zeigen wollten, wie man tanzt. Und das bekamen die dann auch gezeigt. Wie die beiden „Muppets auf Ecstasy“ über die Bühne wirbelten, ließ einem den Atem stocken, wenn dieser nicht schon vorher vom Lachen seine Tätigkeit eingestellt hatte. Und als der die Alten beaufsichtigende Zirkusdirektor Geralde kopflos seine Funken sprühende E-Gitarre spielte, war die ganze Halle aus dem Häuschen. Standing Ovations und natürlich Zugabe - das war der Lohn für die einzigartige Shownummer. Das Feedback der Gäste war dementsprechend, und man freute sich bereits auf das kommende Jahr, wenn sich die Türen der Laacher-See-Halle wieder zur Gala der Stadt öffnen werden.
