Allgemeine Berichte | 04.11.2013

In Mendig wurde wieder Platt gesprochen

Mundartabend der Prinzengarde Mendig 1970 sorgte für kurzweilige Stunden.

Werner Geilen erläuterte die Funktion des „Schöppches“. privat

Mendig. Kommandeur Edgar Girolstein konnte mit seinem Co-Moderator und „Plattübersetzer“ Joachim Groß das Publikum begrüßen und durch das Programm führen. Bereits zum zwölften Mal veranstaltet die Prinzengarde Mendig ihren alle zwei Jahre stattfindenden Mundartabend in der Laacher-See-Halle.

„Vjäeßene Stähn un allerlei Jestalten“ standen dieses Mal im Vordergrund der Veranstaltung, die sich dem Erhalt der Mendiger Mundart seit 1989 verschreibt und dabei stets von zahlreichen, perfekt Mendiger Mundart sprechenden Akteuren gerne unterstützt wird. Für die vielen Besucher gab es viel Interessantes aus Mendig und seiner Geschichte zu erfahren.

So berichtete die „Grande Dame der Mendiger Mundart“ Magdalena Kasper anschaulich über den Fernsehtipp zum perfekten Backen eines Quetchekoochens, der bei ihr zu Hause von einem Fernsehteam gefilmt wurde.

Wo man überall dem Wort „Eppes“ begegnet und es einsetzen kann, wusste Lothar Spitzley zu berichten, der sein Bühnendebüt beim Mundartabend hatte.

Bei den beiden Fastnachtsprotokollen in perfekter Mundart berichtete Klaus Montermann aus der guten alten Zeit, als die Franzosen noch in Mendig waren und es im Jahr 1949 endlich wieder aufwärts ging. Hier fanden sich viele Gäste im damaligen Mendig und den historischen Geschehnissen wieder.

Anschaulich erzählte Gerd Bous in seiner unnachahmlichen Art im Rahmen der „Rubinhuchzent“ von den Stimmverhältnissen im Familienrat und wie er beim Schneeschöppen seinen eigenen Ehering und seine Ehefrau den Diamanten des Eherings verloren hatte. Beides wurde konnte aber wiedergefunden werden.

In „De Uma ihr Benneleschürz“ konnte Irmgard Müller ausführlich über die Einsatzmöglichkeiten der Schütze berichten. Diese war aus dem Haushaltsleben nicht wegzudenken.

Herbert Kranz stellte mit viel Humor an einigen Beispielen das neue Niedermendiger Wörterbuch vor (übersetzt Niedermendiger Mundart in Hochdeutsch und umgekehrt) vor und trug das Gesangsstück „Wenn der Herrgott net will, nutzt es gar nix“ vor, begleitet am Klavier von Wolfgang Portz.

Gardist Andreas Groß berichtet in seinem ersten Auftritt beim Mundartabend vom „ Os Klassetreffe“ aus der guten alten Schulzeit und wusste viel von Geschehen von damals zu erzählen.

Urmendiger Werner Geilen erzählt sehr anschaulich aus seiner Kindheit und „Dat Schöppche“ und erklärt, wieso Niedermendig in Wahrheit unterhöhlt ist: Durch das Schöppche, womit die Kinder halt Höhlen gegraben haben.

Sehr anschaulich wurde von den Newcomern Anne Dernbach, Christian Kossmann, Nico Junglas und Gardist Alexander Müller gekonnt und theatralisch die Genoveva-Sage von Siegfried, Genoveva und Golo in Mendiger Mundart dargestellt, allerdings ohne Gewähr auf historische Korrektheit.

Das Publikum konnte in vier Episoden bei „Wetten dat“ raten, wo einzelne Hundssicker in Mendig aufgestellt sind. Moderator Tim Gottschalk (Tim Hermann) stellte Hundssicker-Riecher Mike Jochem und seinen Hund vor die große Herausforderung, Hundssicker am Geruch zu erkennen. Das Publikum war aufgefordert zu raten, wo verschiedene gezeigte Hundssicker stehen. Alle Hundssicker wurden vom Publikum erraten, und es ist erstaunlich, wie viele Hundssicker es in Mendig noch gibt, wenn man aufmerksam durch die Straßen in beiden Stadtteilen streift.

Edgar Girolstein bedankte sich beim Publikum für den Besuch des Mundartabends, besonders bei den vielen Mitwirkenden, ohne die der Mundartabend gar nicht möglich wäre.

Zum Abschluss sangen das Publikum und die Prinzengarde, begleitet von Achim Grün auf der Gitarre, zusammen noch Mendiger Lieder und das Prinzengardelied.

Alle Besucher waren sich einig, dass es wieder ein toller und kurzweiliger Abend war, und freuen sich auf ein Wiedersehen in zwei Jahren.

Klaus Montermann wusste viel Interessantes aus der Lokalhistorie zu berichten.

Klaus Montermann wusste viel Interessantes aus der Lokalhistorie zu berichten.

Werner Geilen erläuterte die Funktion des „Schöppches“. Fotos: privat

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