Bürgerforum Senioren und Soziales der SPD Mendig
„Was bringt das Pflege-Neuausrichtungsgesetz“
Neuerungen zur Pflegeversicherung im Gespräch des Seniorenstammtisches
Mendig. Reges Interesse fand eine Veranstaltung im Rahmen des Seniorenstammtisches, die Neuerungen zur Pflegeversicherung zum Inhalt hatte. Die stellvertretende Vorsitzende, Gisela Rösner, begrüßte den Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel, die anwesenden Bürgerinnen und Bürger und natürlich den Referenten und ersten Beigeordneten der Stadt Mendig, Thomas Schneider, gleichzeitig auch Vorsitzender des Seniorenforums. Thomas Schneider begann seinen Vortrag mit der Feststellung, dass in der Bevölkerung die Voraussetzungen zum Bezug von Leistungen der Pflegekasse in den Pflegestufen 1, 2 oder 3 allgemein bekannt sind. „Das Pflege-Neuausrichtungsgesetz berücksichtigt aber auch Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz. Pflegebedürftige mit einer demenziellen Erkrankung erhalten erstmals Pflegegeld oder Pflegesachleistungen auch schon bei der sogenannten „Pflegestufe 0.“, erläuterte Schneider. Dieser Pflegebedarf, der meistens von nahen Angehörigen geleistet wird, wird ab dem 1. Januar 2013 mit einem Pflegegeld in Höhe von 120 Euro monatlich unterstützt. Auch Personen, bei denen bereits die Pflegestufe 1, 2 oder 3 anerkannt sind, erhalten bei Alltagskompetenz zusätzlich ein Pflegegeld oder Pflegesachleistungen.
„Politisches und humanitäres Ziel ist es, den betroffenen Personenkreis in ihrem häuslichen Umfeld zu belassen, sodass auch pflegende Angehörige entlastet werden müssen.“, so Schneider. „Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für eine Kurzzeitpflege, die den Aufenthalt des Pflegebedürftigen in einer solchen Einrichtung regelt.“ Zurzeit sind eine Unterbringung bis zu vier Wochen und ein Betrag in Höhe bis zu 1.550 Euro pro Kalenderjahr für die pflegebedingten Aufwendungen, die medizinische Behandlungspflege und die soziale Betreuung anerkannt. Erhält der Pflegebedürftige bereits vor der Kurzzeitpflege Pflegegeld, wird davon die Hälfte für die Dauer des Aufenthaltes zusätzlich fortgezahlt. Auch Zuschüsse zur Verbesserung des Wohnumfeldes (zum Beispiel Verbreiterung der Türen, Umbau eines Wasch- und Toilettenraums) können bei Vorlage einer Pflegestufe bis zu einem Höchstbetrag von 2.557 Euro beantragt werden, für den Pflegebedürftigen zuzahlungsfrei. In der anschließenden Diskussion wurden noch viele Einzelaspekte zu dem Thema erörtert. Auch an der Kommunalpolitik wurde rege anteilgenommen.
Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel nahm die Gelegenheit wahr und informierte über das aktuelle Geschehen der Stadt. Er spannte den Bogen von der Anschaffung des neuen städtischen Unimogs über die weiteren Schritte der Innenstadtmaßnahmen, Entwicklung des Baugebietes im oberen Stadtteil bis zu der witterungsbedingten Unterbrechung des Ausbaues der Hauptstraße. Dazu verwies er auf die bevorstehende Beratung zum Ausbau eines Teilstückes der Fallerstraße. Dabei kündigte er an, dass die Planung eine besondere gestalterische Note erhalten soll, um dem Herzensstück des oberen Stadtteiles an der Kirche St. Genovefa Rechnung zu tragen.
Durch die Bauausführung soll besonders der Platzcharakter vor dem schönen Obermendiger Gotteshaus herausgestellt werden.
Bürger und Anlieger können sich in einer Anliegerversammlung am 22. April im Gasthaus „zum Walli“ über die Pläne informieren und äußern.
Zum Schluss dankte Gisela Rösner dem Referenten für seinen interessanten und aufschlussreichen Vortrag, den Anwesenden für ihr Kommen und vor allem Dieter Lucas für die Benutzung des DLRG-Heimes.
Die nächste Veranstaltung des Seniorenforums in Verbindung mit dem Ortsverein der SPD Mendig ist am 1. Mai. Anlässlich des 150-jährigen Bestehens der SPD wird im Lava-Dome Mendig der Film „Wenn du was verändern willst ...“ gezeigt. Mit anschließendem Besuch der Vulkanbrauerei.
Pressemitteilung
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und Soziales der SPD Mendig
