Politik | 28.01.2013

Mendiger Stadtrat tagte

Widersprüche wurden einstimmig zurückgezogen

Rat erteilt Auftrag zur Änderung des Bebauungsplans „Gewerbepark an der A 61/B 262“

Der Mendiger Stadtrat vergab den Auftrag zur Änderung des Bebauungsplanes „Gewerbepark an der A 61/B 262“. SF

Mendig. In dem Rechtsstreit Stadt Mendig gegen das Land Rheinland-Pfalz hat das Bundesverwaltungsgericht mit seinem Beschluss vom 19. November 2012 den Antrag der Stadt Mendig auf Berufung zurückgewiesen.

In der 33. Sitzung des Mendiger Stadtrats am Mittwoch vergangener Woche wurden die derzeit noch anhängigen Widersprüche einstimmig zurückgezogen, da diese aufgrund des Urteils ihre Bedeutung verloren haben. In der Konsequenz bedeutet die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, dass das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Koblenz bestandskräftig geworden ist und  dass die Stadt Mendig den Bebauungsplan „Gewerbepark an der A 61/B 262“ an die Ziele der Raumordnung und Landesplanung anpassen muss.

Durch das Ergebnis des Gerichtsverfahrens befindet die Stadt sich rechtlich gesehen wieder auf dem Stand der Beschlusslage vom 26. August 2010. Demnach existieren ein Beschluss zur Änderung des Bebauungsplans hinsichtlich der Unzulässigkeit von innenstadtrelevanten Sortimenten im Bereich des Gewerbegebietes an der A 61/B 262 sowie eine Veränderungssperre zur Sicherung der Planung. Die konkrete Festlegung der innenstadtrelevanten Sortimente kann erst nach einer entsprechenden gutachterlichen Untersuchung erfolgen. Im Rahmen eines Besprechungstermins am 14. Januar hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) mitgeteilt, dass sich der Untersuchungsumfang ausschließlich auf die vorhandenen Sortimente und die geplanten Sortimente in der Innenstadt von Mendig erstrecken soll. Ebenfalls einstimmig beschloss der Rat die Auftragsvergabe zur Änderung des Bebauungsplans „Gewerbepark an der A61/B 262“ an das Planungsbüro Sprengnetter und Partner, Brohl-Lützing. Die Vergütung soll nach Zeitaufwand auf Stundenbasis abgerechnet werden. Das Planungsbüro Sprengnetter und Partner hat sämtliche Bauleitplanungen für die Stadt Mendig in dem genannten Bereich erarbeitet, ist mit den Konflikten vertraut und verfügt somit über alle relevanten Kenntnisse in diesem Bereich. Nicht zuletzt  hat das Büro Sprengnetter Erfahrung mit entsprechenden Fachgutachten für den Einzelhandel und der rechtssicheren Umsetzung der Ergebnisse. Des Weiteren erfolgte laut einstimmigem Beschluss die Auftragsvergabe zur Erstellung einer Verträglichkeitsanalyse zur Erarbeitung einer Sortimentenliste im Zuge der Bebauungsplanänderung an die Firma CIMA, Köln, zum Angebotspreis von 3.631 Euro. Zur Erstellung der Sortimentenliste ist es erforderlich, dass ein fiktiver zentraler Versorgungsbereich festgelegt wird, eine Bestandserhebung in diesem Bereich erfolgt und die Entwicklungsziele in diesem zentralen Versorgungsbereich seitens der Stadt Mendig dargelegt werden. Wegen der gesetzlichen Frequenzumstellung stand außerdem die Neuanschaffung von Headsets für die Laacher See-Halle auf der Tagesordnung. Der Stadtrat beschloss einstimmig, dass die Lieferung durch die Firma MBM Mendig zum Preis von 27.352,15 Euro erfolgen soll.

Bezüglich der Auftragsvergaben für die Erweiterung des Kindergartens „Zauberwald“  wurde mit Stimmenmehrheit beschlossen, die folgenden Firmen mit der Ausführung der ausgeschriebenen Gewerke zu beauftragen: Dachdeckerarbeiten: Firma Hofmann, St. Johann (28.128,23 Euro); Lieferung und Montage von Fenstern und Türen: Firma Rieger, Kaisersesch (29.636,95 Euro); Estricharbeiten: Firma Hasanovic, Ettringen (3.345,16 Euro); Fliesenarbeiten: Firma Rausch, Rieden (6.733,15 Euro); Innenputzarbeiten und Wärmedämmverbundsystem Fassade: Firma Müller und Montada, Volkesfeld (26.720,89 Euro). Ferner wurden Schreinerarbeiten in Höhe von 11.804,80 Euro vergeben.

Zum Abschluss der Sitzung beschloss der Rat einstimmig folgende Auftragsvergaben für den Neubau des Kindergartens St. Nikolaus: Malerarbeiten: Firma Meyer Meyer, Andernach (51.972,66 Euro); mobile Trennwand: Firma Multiwal, Großrudestedt (11.221,70 Euro). SF

Der Mendiger Stadtrat vergab den Auftrag zur Änderung des Bebauungsplanes „Gewerbepark an der A 61/B 262“. Foto: SF

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Monatliche Anzeige
Rund ums Haus
Werksverkauf Anhausen
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige City - Dienst - Erzieher
Stellenanzeige
AzubiSpots Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die Kommunalaufsicht hat nun ihren Bericht hinsichtlich der Aufwandsentschädigungen der beiden Beigeordneten vorgestellt.
578

Kruft. In der Ortsgemeinde Kruft wird seit Wochen über die Aufwandsentschädigungen diskutiert, die die Beigeordneten Bernd Schumacher und Sandra Rheindorf-Weber für ihren ehrenamtlichen Einsatz erhalten haben. In dieser Woche wurde hierzu ein Bericht der bei der Kreisverwaltung angesiedelten Kommunalaufsicht vorgestellt. Dieser kommt zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die in Kruft praktizierte Aufgabenteilung zwischen dem Ortsbürgermeister und den beiden Beigeordneten rechtmäßig ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen.Foto: Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz
31

Beweidungsprojekt wächst auf fast 30 Hektar

Wasserbüffel erobern neue Flächen in den Thürer Wiesen

Thür. In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen. Damit stehen der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz ab sofort zusätzliche zehn Hektar Feuchtwiesen westlich der L113 als Ökokontofläche zur Verfügung. Insgesamt umfasst die Projektfläche in den Thürer Wiesen nun fast 30 Hektar.

Weiterlesen

Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
26

Stadt Andernach entwickelt innerstädtischen Grünzug ökologisch weiter

500 neue Bäume für die Mayener Hohl

Andernach. Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Entlang des rund 600 Meter langen innerstädtischen historischen Weges standen vor allem zwei Ziele im Fokus: die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit und die nachhaltige Stärkung des gesamten Gehölzbestandes.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Daueranzeige
Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Dachdecker (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeige Show Alive
Grünpflegedienst
Heizöl/Diesel/Holzpellets
Zukunft trifft Tradition KW 18
Titelanzeige
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Betriebsferien Mai 2026
Arbeiten bei van roje
10 Jahre Nowi