Kinder und Erzieherinnen des St. Nikolaus Kindergartens Mendig haben sich in ihrem neuen Domizil gut eingelebt
„Wir fühlen uns hier rundum wohl!“
Mendig. Nachdem sie ihren neuen Kindergarten kürzlich mit einem spektakulären Fest eingeweiht hatten, haben die Kinder und die Erzieherinnen des Mendiger Kindergartens St. Nikolaus sich hier bereits hervorragend eingelebt.
„Wir fühlen uns rundum wohl“, so Ingrid Butter, Leiterin des St. Nikolaus Kindergartens gegenüber „Blick aktuell“. Davon konnte sich nun auch VG-Bürgermeister Jörg Lempertz überzeugen, der dem neuen Kindergarten gemeinsam mit Andreas Loeb (VG Fachbereich II – Familie, Schulen, Ordnung und Soziales) und Frank Kaschner (VG Fachbereich 4 – Bauwesen und Wasser/Abwasser) einen Besuch abstattete. „Wir sind froh, dass die Kinder mit ihren Erzieherinnen nunmehr in aller Ruhe in ihre neuen Räumlichkeiten einziehen konnten und deshalb möchte die Verbandsgemeinde den Kindern heute zwei Geschenke überreichen, mit denen sie hoffentlich sehr viel Spaß haben werden“, so VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, der sich auch gleich mitten ins Getümmel stürzte und gemeinsam mit den Jungen und Mädchen die neue „Hänge-Nestschaukel“ und den neuen „Hänge-Schaukelsitz“ im Sportraum des Kindergartens testete. Während der Fachbereich II der VG-Verwaltung als zuständige Institution an der Vertragsgestaltung (z.B.: Erbbaurechtsvertrag oder Betriebsführungsvertrag) intensiv mitgewirkt hat und auch die Zuschussverfahren federführend eingeleitet hat, oblag die komplette Bauabwicklung dem Fachbereich 4 und wurde von Frank Kaschner, angefangen vom Architektenwettbewerb bis hin zu der Bauaufsicht, professionell ausgeführt.
Platz für 145 Kinder
Der Kindergarten-Neubau St. Nikolaus bietet auf einer Fläche von 1.430 Quadratmetern Platz für 145 Kinder, aufteilt in sieben Gruppen mit Krabbelgruppen, gemischten Gruppen und offenen Gruppen. Die Kinder können über Mittag betreut und mit Mahlzeiten versorgt werden. Zur Bewältigung all dieser logistischen und pädagogischen Aufgaben ist ein umfangreiches Raumprogramm mit Wickel- und Schlafräumen, Küchen sowie Speise- und Mehrzweckräumen notwendig. „Daher ist ein Bau in dieser Größenordnung wirtschaftlich sinnvoll nur auf zwei Geschossen zu organisieren“, so der ausführende Architekt Jörg Fischer vom Andernacher Architekturbüro Fischer-Summerer, der weiter ausführte: „Dies bedingt für die Barrierefreiheit und logistische Versorgung einen Aufzug und zieht Balkone und Außentreppen im Obergeschoss nach sich, damit alle Kinder gleichermaßen den Außenbezug in die Freiflächen haben.“ Auch die Ausstattung und Einrichtung unterliegt pädagogischen Ansätzen. So gibt es einen Bauraum, einen Raum für Rollenspiele, Forschen und Experimentieren sowie einen Kreativraum.
Energetisch gut aufgestellt
Das Gebäude ist energetisch hervorragend aufgestellt, hoch gedämmt und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Außerdem wird das gesamte Gebäude über eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage immer mit Frischluft versorgt. Die Wärme für die Fußbodenheizung wird durch eine Wärmepumpe erzeugt, die durch ein Gas-Brennwertgerät für die Spitzenlasten unterstützt wird. Nach den Worten von Jörg Fischer wurde ein Volumen mit einem Bruttorauminhalt von 6.650 m3 und einer Bruttogeschossfläche von 1.877 qm verbaut, was einer Größenordnung von ca. sieben Einfamilienhäusern entspricht. Der imposante Neubau kostete 3,2 Millionen Euro. Davon musste die Stadt ca. 2,1 Millionen Euro übernehmen, während der Rest vom Land, dem Kreis und der Kirche bezuschusst wurde.
