Blaulicht | 01.01.2026

Zwei weitere Personen wurden ebenfalls verletzt

01.01.: Autofahrer fährt absichtlich in Menschengruppe: Mann (22) schwer verletzt

Symbolbild. Foto: Jochen Tack / Polizei NRW

Siegen. Bei der Polizei ging der Notruf in der Neujahresnacht um 01:27 Uhr ein. Ein Pkw soll in der Nähe der Lindenhütte, wo eine private Silvesterfeier stattfand, mindestens zwei Personen angefahren haben. Nach nur knapp sechs Minuten trafen die ersten Einsatzkräfte der Polizei vor Ort ein. Diese stellten fest, dass ein Renault Zoe drei Fußgänger erfasst hatte. Dabei erlitt ein 22-jähriger Mann schwere, ein 23-jähriger und ein 25-jähriger Mann leichte Verletzungen.

Vor Ort ergaben sich Hinweise, wonach der 60-jährige Renault-Fahrer mit Gästen der Feier in Streit geraten war. Dabei ging es um den entlaufenen Hund des 60-Jährigen, der von Gästen aufgefunden wurde. Hiervon erfuhr der 60-Jährige und er wollte vor Ort seinen Hund abholen. Dabei gerieten letztlich die Beteiligten in einen verbalen Streit. Laut Zeugen soll der 60-Jährige dann mit seinem Fahrzeug gezielt auf die drei Personen zugefahren sein. Der 60-Jährige hingegen gab an, dass er von den Gästen attackiert worden sei. Die Einsatzkräfte stellten bei der Kontrolle des Renault-Fahrers fest, dass dieser alkoholisiert war. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als 0,9 Promille.

Wegen des Verdachts des „Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“ nahmen die Polizeibeamten den 60-Jährigen zunächst vorläufig fest. Auf der Polizeiwache in Siegen erfolgte eine Blutprobenentnahme. Den Renault stellten die Beamte zur weiteren Beweissicherung sicher. Bei der Unfallaufnahme wurde die Kreispolizeibehörde durch ein spezialisiertes Unfallaufnahmeteam der Kölner Polizei unterstützt.

Die Aufnahme und die Ermittlungen sind noch im vollen Gange. Nach jetzigem Stand ist der 22-Jährige, der mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurde, nicht schwerst- beziehungsweise lebensgefährlich verletzt worden. Der 60-jährige Fahrer wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und nach erfolgter Ausnüchterung entlassen. BA

Symbolbild. Foto: Jochen Tack / Polizei NRW

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