AK-47 und Drogen im Überfluss: Spektakuläre Ermittlung in Troisdorf
03.10.: Drogenrazzia in Troisdorf: Kiloweise Rauschgift und Waffen entdeckt
Troisdorf. In Troisdorf wurde eine routinemäßige Kontrolle in der Innenstadt zu einem bedeutenden Fall von bewaffnetem Drogenhandel.
Am 2. Oktober fiel Zivilfahndern ein Mann auf, der offenbar Drogengeschäfte abwickelte. Der Verdächtige versuchte zunächst, der Kontrolle zu entkommen, wurde jedoch von den Beamten gefasst.
Bei seiner Festnahme leistete der 35-jährige Mann aus Feuchtwangen erheblichen Widerstand und wurde schließlich überwältigt und vorläufig festgenommen.
Bei der Durchsuchung seiner Person entdeckte die Polizei Kokain und zwei Messer. Die Ermittlungen führten zu richterlich angeordneten Durchsuchungen seiner Wohnadresse in Bayern sowie einer weiteren Adresse in Troisdorf. Auch ein in der Nähe abgestelltes Fahrzeug des Mannes wurde durchsucht. Dabei wurden weitere Kokain-Einheiten gefunden.
Besonders die Durchsuchung in Troisdorf offenbarte ein umfangreiches Drogenlager. Die Beamten stellten mehrere Kilogramm Marihuana, Haschisch, Kokain, Heroin, Ecstasy-Tabletten und Amphetamine sicher. Zudem fanden sie mehrere Schusswaffen, darunter ein AK-47-Gewehr samt Munition. Auch zahlreiche Datenträger, Mobiltelefone, Verpackungsmaterial, Bargeld in fünfstelliger Höhe und weitere relevante Unterlagen wurden beschlagnahmt.
Ein 65-jähriger Familienangehöriger des Tatverdächtigen, der während der Durchsuchung eintraf, wurde ebenfalls vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht, den 35-Jährigen beim Drogenhandel unterstützt zu haben. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde er jedoch mangels Haftgründen wieder entlassen.
Auch die Durchsuchung in Bayern brachte Ergebnisse: Dort wurden rund ein halbes Kilogramm Amphetamin, mehrere Gramm Kokain und Ecstasy sowie ein halbes Kilogramm Marihuana gefunden.
Das Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Sieg-Kreis übernahm in der Nacht die weiteren Ermittlungen. Bei der Festnahme wurde ein Polizeibeamter verletzt und musste den Dienst beenden, ein weiterer erlitt eine Prellung. Der Tatverdächtige wurde ebenfalls verletzt und ins Krankenhaus gebracht, wo ihm am 3. Oktober ein Haftbefehl verkündet wurde.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Auswertung der sichergestellten Datenträger und Mobiltelefone sowie die Untersuchung der Waffen hinsichtlich ihrer Funktion und Herkunft. Der 35-Jährige wird wegen des Verdachts des bewaffneten Drogenhandels in nicht geringer Menge angeklagt. Laut Betäubungsmittelgesetz droht ihm dabei eine Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren. BA
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Asservate des Kriminalkommissariats 3 der Polizei Rhein-Sieg-Kreis Foto: Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis