Blaulicht | 05.05.2025

Als die Frau mit den Vorwürfen konfrontiert wurde, brach sie zusammen

05.05.: Rhein-Sieg-Kreis: Ladendiebstahl endet im Krankenhaus

Symbolbild. Foto: EOB

Sankt Augustin. Am Samstagmittag (3. Mai) bemerkte ein Mitarbeiter eines Spielwarengeschäfts in der Sankt Augustiner HUMA eine 32-jährige Frau aus Kürten. Sie füllte in kurzer Zeit einen Einkaufswagen wahllos mit Spielwaren, darunter ein Kinderfahrrad und ein Fußballtor für den Garten.

Der Mitarbeiter sah die Verdächtige später in der Nähe des Ausgangs stehen, jedoch ohne den prall gefüllten Einkaufswagen. Stattdessen schob sie einen anderen, ebenfalls gut gefüllten Einkaufswagen vor sich her. Der Mitarbeiter sprach die Frau auf den verschwundenen Einkaufswagen an. Sie versuchte, sich mit alten Kassenzetteln herauszureden, die jedoch nicht vom 3. Mai stammten. Der Mitarbeiter vermutete, dass die Frau Waren gestohlen hatte, und rief die Polizei.

Die Verdächtige erklärte der Polizei, dass sie mit ihrer Mutter im Geschäft gewesen und diese mit dem vollen Einkaufswagen verschwunden sei. Sie behauptete, ihre Mutter nicht erreichen zu können und nichts von deren Absicht gewusst zu haben. Die Polizisten nahmen eine Anzeige auf und ließen die Frau zunächst gehen. Zivilbeamte folgten ihr jedoch unauffällig.

Die 32-Jährige ging zu einer Geschäftszeile in der Südstraße gegenüber der HUMA. Dort traf sie auf einen 65-jährigen Mann, ebenfalls aus Kürten. In zwei Bekleidungs- und Haushaltswarengeschäften stahl sie Gegenstände im Wert von rund 200 Euro, während ihr Begleiter im Eingangsbereich Wache hielt.

Anschließend verstauten sie die gestohlenen Waren in einem Family-Van auf dem Parkplatz. Die Zivilfahnder nahmen die beiden fest.

Im Fahrzeug fanden die Beamten auch die gestohlenen Gegenstände aus dem Spielwarengeschäft im Wert von mehr als 500 Euro. Die 32-Jährige und der 65-Jährige wurden wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls vorläufig festgenommen. Der Pkw, der auf die 32-Jährige zugelassen ist, wurde als mutmaßliches Tatmittel sichergestellt. Als die 32-Jährige mit den Tatvorwürfen und den Konsequenzen konfrontiert wurde, brach sie zusammen und musste mit einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht werden. Polizisten bewachten sie dabei. Der 65-Jährige wurde nach Abschluss der erkennungsdienstlichen Behandlung vorerst freigelassen. Die 32-jährige Tatverdächtige, die wegen Eigentumsdelikten polizeibekannt ist, kam auf richterliche Anordnung in Untersuchungshaft. Sie wurde auf die Krankenstation einer Justizvollzugsanstalt gebracht. BA

Symbolbild. Foto: EOB

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