Gülle-Katastrophe in Mechernich
13.01.: Verheerende Folgen für die Natur: Mehr als 20 Tonnen Fisch verendet nach Gewässerverunreinigung
Merchernich. In Mechernich-Dreimühlen hat sich eine schwerwiegende Gewässerverunreinigung ereignet, wie bereits am Dienstag, 13. Januar, berichtet wurde. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde Gülle in ein Gewässer eingeleitet. Innerhalb der letzten Tage bis Montag, 12. Januar, gegen 9 Uhr, gelang eine erhebliche Menge Gülle durch einen Regenwasserkanal in den Hauserbach. Von dort aus erstreckte sich die Verunreinigung über eine Strecke von etwa sieben Kilometern entlang des Bachbetts bis nach Mechernich.
Die Folgen dieser Verschmutzung waren verheerend, insbesondere für drei Fischzuchtanlagen, die erhebliche Schäden erlitten. Mehrere Tonnen Fisch verendeten, wobei die aktuellen Schätzungen die Menge der toten Fische auf über 20 Tonnen beziffern. Der dadurch entstandene Sachschaden wird im unteren sechsstelligen Euro-Bereich angesiedelt.
Die Kriminalpolizei hat bereits Ermittlungen aufgenommen und eine Strafanzeige wegen Gewässerverunreinigung gestellt. Die Polizei Euskirchen ruft Zeugen auf, die im genannten Zeitraum verdächtige Aktivitäten in Mechernich-Dreimühlen beobachtet haben.
Besonders relevant wären Beobachtungen im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Gülletransporten oder ungewöhnlichen Vorgängen an Regenwasserkanälen. Hinweise können unter der Telefonnummer 02251 799-0 oder per E-Mail an poststelle.euskirchen@polizei.nrw.de gegeben werden. BA
