Verfolgungsjagd endet mit schwerer Körperverletzung
24.12.:Bewaffneter Tankstellenüberfall in Bad Münstereifel
Bad Münstereifel. Am Abend des 24. Dezember, gegen 20.32 Uhr, ereignete sich in Bad Münstereifel ein schwerer Raub auf dem Gelände einer Tankstelle in der Josef-Jonas-Straße. Ein 26-jähriger Mann näherte sich einem 22-Jährigen, der an einer Zapfsäule stand. Der Angreifer war maskiert und trug Handschuhe. Unter Vorhalt eines Messers und einer mit Klebeband umwickelten Deodorantflasche, die wie Pfefferspray aussah, verlangte er Bargeld.
Der junge Mann übergab daraufhin einen Betrag im oberen zweistelligen Eurobereich sowie sein Mobiltelefon. Der Täter forderte zudem, dass der 22-Jährige weiteres Geld an einem nahegelegenen Geldautomaten abhebe. Doch der Geschädigte erklärte, sein Konto sei fast leer, woraufhin der Räuber in Richtung des nahegelegenen Kreisverkehrs flüchtete. Der Geschädigte kehrte zu seinem Auto zurück und fuhr ebenfalls in Richtung des Kreisverkehrs.
An der Einfahrt zum Kreisverkehr kam es zu einem weiteren Vorfall, der als gefährliche Körperverletzung eingestuft wurde. Nach den Angaben des 22-Jährigen befand sich der 26-Jährige in der Einfahrt und hielt weiterhin das Messer und die Sprühdose in der Hand. Der Pkw-Fahrer kollidierte mit dem Räuber, der dabei verletzt wurde. Ein Rettungswagen brachte den Verletzten ins Krankenhaus, bevor er in das Polizeigewahrsam der Wache Euskirchen überführt wurde.
Ermittlungen ergaben, dass der 26-Jährige bereits wegen ähnlicher Delikte bekannt war. Die Polizei stellte das Bargeld, das Mobiltelefon sowie die Tatwaffen sicher. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bonn wurde Untersuchungshaft gegen den Räuber wegen Fluchtgefahr angeordnet. Strafanzeigen wegen schweren Raubes gegen den 26-Jährigen und wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 22-Jährigen wurden gefertigt.BA
