Blaulicht | 02.01.2026, 08:59 Uhr

Einsatzreiche Silvesternacht in Bonn: Polizei zieht erste Bilanz

31.12./1.1.: Großeinsatz der Polizei zum Jahreswechsel

Symbolbild. Foto:VGV - stock.adobe.com
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Bonn. Die Bonner Polizei resümiert am Neujahrstag die einsatzreiche Silvesternacht des Jahreswechsels 2025/2026. Der Übergang ins neue Jahr erforderte einen Großeinsatz, bei dem rund 90 Polizistinnen und Polizisten beteiligt waren.

Zwischen dem 31. Dezember 2025, 20 Uhr, und dem 1. Januar 2026, 06:00 Uhr, verzeichnete die Einsatzleitstelle 234 Notrufe und Meldungen.

Unter den gemeldeten Vorfällen befanden sich 13 Ruhestörungen und neun Körperverletzungsdelikte. In etwa 50 Fällen berichteten Bürgerinnen und Bürger von gefährlichem oder missbräuchlichem Einsatz von Pyrotechnik. Insgesamt wurden 24 Platzverweise ausgesprochen, und drei Personen mussten zur Verhinderung von Straftaten die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen.

Die Bonner Feuerwehr rückte in dieser Neujahrsnacht zu etwa 55 Bränden aus, vorwiegend Kleinbrände. Besonders in den Stadtteilen Dransdorf und Tannenbusch gerieten zahlreiche Mülltonnen und Müllcontainer in Brand.

Gegen 00:20 Uhr sah sich die Feuerwehr gezwungen, sich bei Löscharbeiten kleinerer Brände in der Mörikestraße und der Hölderlinstraße zurückzuziehen, da die Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern angegriffen wurden.

Auch die alarmierten Polizistinnen und Polizisten wurden aus einer Gruppe von etwa 30 bis 40 Personen mit Pyrotechnik attackiert.

Um 01:00 Uhr brannte Unrat auf der Fahrbahn der Justus-von-Liebig-Straße bzw. der Grootestraße.

Zudem wurden Mülltonnenbrände in der Hölderlinstraße und der Lenaustraße gemeldet, die durch die Feuerwehr gelöscht werden konnten. Dabei wurden Polizei und Feuerwehr erneut mit Feuerwerkskörpern beschossen.

In Bad Honnef-Aegidienberg kam es gegen 02:00 Uhr zu einem Fassadenbrand eines Einfamilienhauses, vermutlich verursacht durch missbräuchlichen Einsatz von Feuerwerkskörpern. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 15.000 Euro.

Bei Verkehrskontrollen in der Silvesternacht wurden insgesamt fünf Blutproben angeordnet, da Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen.

Auf der Kennedybrücke in der Bonner Innenstadt versammelten sich bis Mitternacht rund 3.000 Personen, um den Jahreswechsel zu feiern. Die Brücke wurde gegen 23:30 Uhr gesperrt, und nach Reinigungsarbeiten wurden die Fahrbahnen zunächst für den öffentlichen Nahverkehr und anschließend auch für den übrigen Fahrzeugverkehr gegen 02:00 Uhr wieder freigegeben.

Die vorläufigen Kriminalitätszahlen in dieser Einsatzbilanz könnten sich noch ändern, da weitere Anzeigen bei der Bonner Polizei eingehen oder im Zuge von Ermittlungen anders eingeordnet werden müssen.BA

Symbolbild. Foto:VGV - stock.adobe.com Foto: VGV - stock.adobe.com

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