Blaulicht | 10.08.2024, 13:44 Uhr

Mit einer perfiden Betrugsmasche versuchten zwei Männer eine Frau aus Nassau um mehrere tausend Euro zu bringen.

Achtung Abzocke! Polizei warnt vor sogenannten „Dachhaien“

Symbolbild. Foto: ROB
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Nassau. Bereits am Mittwoch, dem 7. August, gegen 12 Uhr klingelten die beiden Beschuldigten am Wohnhaus einer in Nassau lebenden Frau, gaben sich fälschlicherweise als Dachdecker aus und überredeten sie zur Erneuerung ihrer Dachrinne. Bezahlt werden solle nur das Material und nicht die Arbeitsstunden, so das Angebot der Beschuldigten.

Nach Abschluss der dubiosen Arbeiten forderten die Täter von der Frau schließlich einen horrenden Betrag in Höhe von 3500 Euro. Nachdem die Männer gegenüber der Geschädigten angaben ausschließlich die Zahlung mittels Bargeld zu akzeptieren, erahnte sie eine Betrugsmasche und ersuchte die Polizei um Hilfe. Gegen die Beschuldigten, welche an der Tatörtlichkeit aufgegriffen werden konnten, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts des versuchten gewerbsmäßigen Betrugs, der Steuerhinterziehung und der Schwarzarbeit eingeleitet. Außerdem dürften diverse nebengesetzliche Bestimmungen tangiert worden sein. Da die Beschuldigten ihren festen Wohnsitz im Ausland haben, wurde für die Sicherung des Strafverfahrens eine Sicherheitsleistung einbehalten. Der von den Beschuldigten genutzte Lastkraftwagen wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten mit dem Ziel der Einziehung/Verwertung präventiv sichergestellt.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei Bad Ems eindringlich vor sogenannten „Dachhaien“, also betrügerischen Handwerkern. Diese nehmen zumeist ältere Menschen ins Visier und nutzten deren Gutgläubigkeit, um diese zu angeblich dringend notwendigen Sanierungsarbeiten zu bewegen. Auch die Forderung einer hohen Vorauszahlung ist nicht unüblich. Durchgeführt werden die Arbeiten dabei nur mangelhaft.

Um dem Betrug durch „Dachhaie“ vorzubeugen, rät die Polizei:

- Lassen Sie nur Handwerker in die Wohnung oder Arbeiten durchführen, die Sie selbst bestellt haben oder von der Hausverwaltung angekündigt wurden.

- Kaufen oder unterschreiben Sie niemals auf die Schnelle eine Dienstleistung an der Haustür.

- Lassen Sie sich nicht per Zeitdruck oder Dringlichkeit zu einer Unterschrift oder mündlichen Vereinbarung drängen. Eine Unterschrift ist nie eine reine Formsache!

- Fordern Sie eine Vertragsdurchschrift auf der Name und Anschrift des Vertragspartners deutlich lesbar sind.

- Wenn Sie Zweifel haben oder Ihnen etwas verdächtig vorkommt, verständigen Sie umgehend die Polizei (Notruf 110).

Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Ems

Symbolbild. Foto: ROB

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