Politik | 14.09.2026, 18:21 Uhr

Stärkung der schulischen Bildung im ländlichen Raum:

Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig setzt klare Akzente

Engagierte Bildungspolitikerinnen (v.l.n.r.) Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig sowie Bildungsstaatssekretärin und CDU-Kreisvorsitzende Jenny Groß
87

Montabaur. Mit deutlichen Botschaften verband Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig beim CDU-Kreisparteitag die bildungspolitischen Zielsetzungen. Die Ministerin und ihre Staatssekretärin, die Westerwälder CDU-Kreisvorsitzende Jenny Groß, machten dabei einen umfassenden Anspruch für die kommenden Jahre deutlich: „Wir brennen für Bildung.“

Eiling-Hütig betonte, dass ihr Ministerium die gesamte Bildungsspanne verantworte – vom Kleinkind bis zu Seniorinnen und Senioren. Dadurch ließen sich Übergänge besser gestalten und Förderangebote gezielt verzahnen. Zentrale Bausteine seien die frühkindliche Bildung, frühe und verbindliche Sprachstandserhebungen sowie gezielte Sprachförderung. Naturwissenschaften und Informatik seien mit dem Ziel zu stärken, Kompetenzen für eine digital geprägte Arbeitswelt zu vermitteln. Mit einem differenzierten Schulsystem seien sowohl Wissensgrundlagen als auch Handlungskompetenzen zu fördern. Ihr Anspruch: Kinder sollen alltags-, lebens- und berufstauglich werden – mit einer Prüfungskultur, die Leistung fördert.

Die Ministerin hob hervor, wie wichtig ein gelingender Übergang von der Kita in die Grundschule sei. Dazu gehörten frühe Sprachstandserhebungen, gezielte Förderung bei Bedarf und eine Stärkung der Förderschulen. Programme wie Feriensprachkurse, die erstmals in den Sommerferien angeboten wurden, und die Ausweitung von „First Class“ auf weitere Grundschulen (gezielte Förderung von Schulanfängern) sollen zusätzliche Unterstützung bieten. Auch die Familiengrundschulzentren werden weiter finanziert und sollen ausgebaut werden. Das Startchancen-Programm gehe in sein drittes Jahr und zeige wachsende Projektzahlen.

Eine der weitreichendsten Entscheidungen betreffe die private Nutzung digitaler Endgeräte: Bis einschließlich Klasse 10 sollen Schülerinnen und Schüler ihre Smartphones während der gesamten Schulzeit – inklusive Pausen und Ganztag – nicht mehr nutzen dürfen. Geräte müssen ausgeschaltet und nicht sichtbar verwahrt sein. Ausnahmen, etwa aus medizinischen Gründen, seien vorgesehen.

Eiling-Hütig begründete den Schritt mit dem Ziel, sozialen Druck zu reduzieren und Raum für echte Begegnung zu schaffen: „Wir nehmen damit sozialen Druck von jungen Menschen, immer erreichbar zu sein. Und wir schaffen Raum für das persönliche Gespräch und die unmittelbare Interaktion.“ Medienkompetenz bleibe wichtig, doch ein klarer Rahmen sei für eine gesunde Entwicklung unerlässlich.

Mit ihren Ausführungen machte Eiling-Hütig deutlich, dass Bildung im ländlichen Raum nicht nur erhalten, sondern gezielt gestärkt werden soll. Die Christdemokraten im Westerwaldkreis begleiteten die Ausführungen mit viel Beifall und sehen darin einen zentralen Baustein für gleichwertige Lebensverhältnisse und Zukunftschancen.

Engagierte Bildungspolitikerinnen (v.l.n.r.) Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig sowie Bildungsstaatssekretärin und CDU-Kreisvorsitzende Jenny Groß Foto: Marcel Willig

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Dienstleistungen
Dauerauftrag
Kirmes Miesenheim
Kirmes in Miesenheim
Kirmes in Miesenheim
70 Jahre Spielmannszug
Stellenanzeige Reinigungskräfte/Gärtner
Empfohlene Artikel
Tinka Oschmann und Harald Orthey üben an der Kindertagesstätte in Berod b. W. Verkehrssicherheit
72

Was kann eine Lkw-Fahrerin vom Fahrersitz aus sehen? Und wo bleiben Kinder für sie unsichtbar? Bei einer praktischen Verkehrssicherheitsaktion in der Kindertagesstätte Berod übten Lkw-Fahrerin Tinka Oschmann vom Verein Blicki e. V. und der Bundestagsabgeordnete Harald Orthey mit den Kindern, wie sie sich sicher im Umfeld eines Lastwagens verhalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Beschädigungen am Rückhaltebecken. Foto: Stadtverwaltung / Jörg Beier
3026

Zudem wurde eine Menge Müll im Becken zurückgelassen

Ahrtal: Hochwasserrückhaltebecken in Gimmigen von Unbekannten beschädigt

Bei einer regelmäßigen Kontrolle wurde vergangene Woche am Bauwerk des Hochwasserrückhaltebeckens in Gimmigen festgestellt, dass unbekannte Personen dort durch Befahrung mit Rädern starke Beschädigungen verursacht haben. Durch die Umlagerung von Erdreich wurde erheblich in das Deichbauwerk eingegriffen, sodass eine Furche entstanden ist. Zudem wurde eine erhebliche Menge Müll im Becken zurückgelassen.

Weiterlesen