Stärkung der schulischen Bildung im ländlichen Raum:
Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig setzt klare Akzente
aus Hachenburg
Mit deutlichen Botschaften verband Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig beim CDU-Kreisparteitag die bildungspolitischen Zielsetzungen. Die Ministerin und ihre Staatssekretärin, die Westerwälder CDU-Kreisvorsitzende Jenny Groß, machten dabei einen umfassenden Anspruch für die kommenden Jahre deutlich: „Wir brennen für Bildung.“
Eiling-Hütig betonte, dass ihr Ministerium die gesamte Bildungsspanne verantworte – vom Kleinkind bis zu Seniorinnen und Senioren. Dadurch ließen sich Übergänge besser gestalten und Förderangebote gezielt verzahnen. Zentrale Bausteine seien die frühkindliche Bildung, frühe und verbindliche Sprachstandserhebungen sowie gezielte Sprachförderung. Naturwissenschaften und Informatik seien mit dem Ziel zu stärken, Kompetenzen für eine digital geprägte Arbeitswelt zu vermitteln. Mit einem differenzierten Schulsystem seien sowohl Wissensgrundlagen als auch Handlungskompetenzen zu fördern. Ihr Anspruch: Kinder sollen alltags-, lebens- und berufstauglich werden – mit einer Prüfungskultur, die Leistung fördert.
Die Ministerin hob hervor, wie wichtig ein gelingender Übergang von der Kita in die Grundschule sei. Dazu gehörten frühe Sprachstandserhebungen, gezielte Förderung bei Bedarf und eine Stärkung der Förderschulen. Programme wie Feriensprachkurse, die erstmals in den Sommerferien angeboten wurden, und die Ausweitung von „First Class“ auf weitere Grundschulen (gezielte Förderung von Schulanfängern) sollen zusätzliche Unterstützung bieten. Auch die Familiengrundschulzentren werden weiter finanziert und sollen ausgebaut werden. Das Startchancen-Programm gehe in sein drittes Jahr und zeige wachsende Projektzahlen.
Eine der weitreichendsten Entscheidungen betreffe die private Nutzung digitaler Endgeräte: Bis einschließlich Klasse 10 sollen Schülerinnen und Schüler ihre Smartphones während der gesamten Schulzeit – inklusive Pausen und Ganztag – nicht mehr nutzen dürfen. Geräte müssen ausgeschaltet und nicht sichtbar verwahrt sein. Ausnahmen, etwa aus medizinischen Gründen, seien vorgesehen.
Eiling-Hütig begründete den Schritt mit dem Ziel, sozialen Druck zu reduzieren und Raum für echte Begegnung zu schaffen: „Wir nehmen damit sozialen Druck von jungen Menschen, immer erreichbar zu sein. Und wir schaffen Raum für das persönliche Gespräch und die unmittelbare Interaktion.“ Medienkompetenz bleibe wichtig, doch ein klarer Rahmen sei für eine gesunde Entwicklung unerlässlich.
Mit ihren Ausführungen machte Eiling-Hütig deutlich, dass Bildung im ländlichen Raum nicht nur erhalten, sondern gezielt gestärkt werden soll. Die Christdemokraten im Westerwaldkreis begleiteten die Ausführungen mit viel Beifall und sehen darin einen zentralen Baustein für gleichwertige Lebensverhältnisse und Zukunftschancen.
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Engagierte Bildungspolitikerinnen (v.l.n.r.) Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig sowie Bildungsstaatssekretärin und CDU-Kreisvorsitzende Jenny Groß Foto: Marcel Willig