Allgemeine Berichte | 27.11.2025, 09:37 Uhr

67 Jahre im Takt unterwegs

Blasorchester Daubach präsentierte eine musikalische Zeitreise

Foto: Dieter Wick
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Horbach. Das Blasorchester Daubach e.V. bot am vergangenen Samstag ein musikalisches Erlebnis, das die Besucher des Jahreskonzerts auf eine abenteuerliche Zugfahrt durch diverse Musikstile mitnahm. Unter dem Motto „Route 66+“ reflektierten die Musiker die 67-jährige Vereinsgeschichte. Dabei verliehen abgestimmte Lichteffekte, die humorvolle Moderation von Matthias Marschang-Neuroth und kurze Einspieler dem Abend eine kurzweilige Atmosphäre.

Der Abend begann mit dem Jugendorchester unter der Leitung von Christian Frink. Die acht jungen Musiker präsentierten Stücke wie „Inter-Pop-Marsch“, „Gathering in the Glen“ — neu arrangiert von Christian Frink — und „Easy-Pop-Choral“. Ihr beeindruckendes Können wurde mit Applaus belohnt.

Die Klänge des Hauptorchesters führten die Zuhörer zunächst in die Vergangenheit. Mit den von Dirigent Walter L. Born speziell für diesen Abend arrangierten Stücken „Alle Vöglein sind schon da“ und „Wenn alle Brünnlein fließen“ erinnerte der Verein an seine frühen Jahre und das erste Stück, das 1959 gespielt wurde.

Der musikalische Zug setzte sich dann in Bewegung und machte Halt im Wilden Westen mit „Winnetou-Melodien“, in Stockholm mit „Stockholm Waterfestival“, auf amerikanischem Bluesboden mit „St. Louis Blues“, durchlebte Filmmusikkurven mit „La Storia“ und glitt durch das melodische „Concerto d‘amore“, bevor er den spannungsgeladenen „Säbeltanz“ von Aram Chatschaturjan umschiffte.

Die Zugfahrt durch die Vereinsgeschichte war ebenso abwechslungsreich wie das Konzertprogramm: Menschen und Musiker stiegen ein, fuhren eine Weile mit und stiegen vielleicht wieder aus. Mirjam Werner, Simon Frink und Tobias Mies sind bereits seit über 20 Jahren Teil dieser Reise. Oliver Krämer, Vorsitzender des Kreismusikverbands Westerwald e.V., ehrte sie hierfür beim Konzertabend im ausverkauften Buchfinkenzentrum Horbach.

Der Abschluss des Hauptprogramms, „Oregon“ von Jacob de Haan, machte das Leitmotiv des Abends besonders greifbar. Das Werk beschreibt eine Zugfahrt durch den amerikanischen Nordwesten und spiegelt damit die Vereinsentwicklung wider. Manchmal fährt der Verein durch lange Tunnel, Weichen werden neu gestellt, oder die Richtung ändert sich. Die Fahrt kann bequem oder holprig sein, doch sie geht immer weiter.

Mit etwa 50 Kindern in der musikalischen Ausbildung zeigt sich, dass die nächsten Waggons des musikalischen Zuges des Blasorchesters Daubach e.V. bereits gut besetzt sind. Auch nach 67 Jahren ist die Reise, frei nach Udo Jürgens, noch lange nicht zu Ende. BA

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