Blaulicht | 16.12.2022

Scheinbar zogen die Tatverdächtigen diese Masche nicht zum ersten Mal ab

Fake-Überfall in Bonn: Raub in Hotel war inszeniert

Symbolbild. Foto: pixabay.com

Bonn. Nach dem Raubüberfall auf ein Hotel in der Bonner Innenstadt vom 06.12.2022 (siehe Pressemitteilung ) hat das Kriminalkommissariats 13 der Bonner Polizei zwei Tatverdächtige ermittelt.

Nach intensiven Ermittlungen war der 27-jährige Hotelmitarbeiter, der am Tattag an der Rezeption gearbeitet hatte, selbst unter Tatverdacht geraten. Er soll gemeinsam mit einem 21-jährigen Mittäter den Überfall „inszeniert“ haben. Bei Durchsuchungsmaßnahmen an den Wohnanschriften der beiden Tatverdächtigen in Köln am Mittwoch (15.12.2022) konnten unter anderem die Tatkleidung, das Tatmesser und auch Teile der Beute aufgefunden werden. Der 27-Jährige wurde vorläufig festgenommen und hat in seiner kriminalpolizeilichen Vernehmung die Tat eingeräumt. Nach Rücksprache mit der Bonner Staatsanwaltschaft wurde er mangels Haftgründen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Im Zuge der Ermittlungen konnte auch ein weiterer Fall aufgeklärt werden: Am 26.09.22 war der Polizei ein Diebstahl aus einem Hotel in Bonn-Gronau gemeldet worden. An diesem Tag war der 27-Jährige dort ebenfalls als Rezeptionist eingesetzt. Er hatte angegeben, sich in seiner Funktion gegen 01:00 Uhr um eine Ruhestörung im Hotel gekümmert zu haben. Dafür habe er den Bereich der Rezeption verlassen müssen. Als er später die Kasse geöffnet habe, hätten daraus rund 1600 Euro Euro Bargeld gefehlt. Auch in diesem Fall soll der 21-Jährige sein Mittäter gewesen sein. In der Abwesenheit des Mitarbeiters soll er die Kasse leer geräumt haben. Diese Tat räumte der 27-Jährige ebenfalls ein. Der 21-Jährige „Mittäter“ hat sich bislang zu den Vorwürfen nicht eingelassen.

Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an.

Pressemitteilung der Polizei Bonn

Symbolbild. Foto: pixabay.com

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