Neujahrstagung im Wildpark Westerwald
Freizeiteinrichtung im Buchfinkenland hat große Ziele: Mehr Tiere für den Wildparrk Westerwald
Gackenbach. Groß denken und die Ziele in kleinen, aber sichtbaren Schritten umsetzen: Auf diese Zukunftsvision für den erfolgreich wiederbelebten Wildpark Westerwald im Buchfinkenland konnten sich alle Verantwortlichen bei einer gemeinsamen Neujahrs-Tagung verständigen.
Mit dabei waren alle Gesellschafter der neuen gemeinnützigen Trägergesellschaft sowie alle 12 Vorstandsmitglieder des ebenfalls neu gegründeten Fördervereins und die Geschäftsleitung der weithin bekannten Freizeiteinrichtung. Vorweg das Fazit: es soll weiter bergauf gehen mit dem Wildpark, alle ziehen dabei an einem Strick und dies in dieselbe Richtung!
Als Mitgesellschafter und Vorsitzender des Fördervereins leitete Bernd Höhne das Treffen mit den Worten ein: „Besser hätten die ersten Monate nicht laufen können, wir haben alle zusammen einen schönen Rahmen geschaffen, der von dem ebenso fachkundigen wie engagierten Team im Park mit Leben gefüllt wird.“ Bereits im März soll an der Talstation mit dem Bau einer Toilettenanlage begonnen werden.
Über den Planungsstand der neuen Rodelbahn berichtete Mitgesellschafter Holger Kappler: „Das Projekt ist sehr teuer und mit viel Aufwand verbunden, da der Hersteller ein durchgehendes Stahlgestell mit Fundamenten montieren muss“, so der Unternehmer. Aber bereits im Juni werde mit dem Bau eines komplett neuen Gebäudes für die Bergstation begonnen und die Einweihung der Bahn solle noch im laufenden Jahr gefeiert werden. Beim Abbau der noch vorhandenen, aber nicht mehr nutzbaren alten Bahn, könnten auch freiwillige Helfer einbezogen werden. „Viellicht können wir ja Teile davon für eine Museumsbahn im Park verwenden?“, scherzte eine Teilnehmerin. Eine anderer meinte, das sei gar keine so abwegige Idee.
Auch bei neuen Gehegen mit bisher im Wildpark nicht gesehenen tierischen Bewohnern soll sich bald was tun: „Im Vordergrund stehen dabei Fischotter und Luchs, aber auch Schwarzwild soll wieder seinen Platz im weitläufigen Park finden“, so Geschäftsführerin Henrieke Böß. Leider sei mit dem Braubärin Sally der „Star“ des Parks schwer erkrankt und sie habe wahrscheinlich keine allzu lange Lebenserwartung mehr: „Wir werden jedoch auch nach Sally die Braunbärenhaltung weiterführen“, machte die Biologin den Anwesenden Hoffnung.
Zufrieden waren alle Teilnehmenden mit dem bisherigen Besuch seit der Wiedereröffnung in neuer Trägerschaft am 3. Oktober 2025: in den wenigen Wochen haben 12.910 Gäste, darunter erfreulich viele Kinder, die Einrichtung besucht – trotz des oft wenig besucherfreundlichen Wetters in den vergangenen Wochen. Zufrieden waren die Verantwortlichen auch mit dem Besuch des 1. „Wilden Winterzauber“ in der Weihnachtszeit – trotz üblem Regenwetter waren 550 Menschen gekommen.
Für ein Großprojekt gibt es aktuell noch keine passende Lösung: die Schaffung einer Gastronomie mit einem netten Restaurant als weiterem Magneten! Das Bestandsgebäude ist in einem schlechten baulichen Zustand und eine Sanierung wäre mit hohen Kosten verbunden. Ein Neubau, der auch für eine angedachte künftige „Wildparkschule“ nutzbar sein sollte, wäre nur vertretbar, wenn sich ein leistungsfähiger Gastronom für ein festes Engagement im Wildpark interessieren würde. „Bei der wunderbaren Lage oberhalb des Parkgeländes wäre ein schönes in die Landschaft passendes Restaurant ein Volltreffer“, so Mitgesellschafterin Tanja Stephan. Optimal wäre es, wenn den Gästen ein Besuch des Gasthauses unabhängig von dem im Park möglich wäre, so Stephan ergänzend.
Als Schatzmeister des Mitte November gegründeten neuen Wildpark-Fördervereins berichtete Boris Brink, dass die Anmeldung des künftigen gemeinnützigen Vereins beim Amtsgericht und dem Finanzamt erfolgt ist: „Auch bei der Entwicklung der Mitgliederverwaltung sind wir auf einem guten Weg“, so der Gackenbacher. Alle Anwesenden stimmten in der Hoffnung überein, dass der Verein schnell wachsen und zu einem starken Pfeiler der künftigen Parkentwicklung werden soll. „Bei unverändert hohem Investitionsbedarf ist die Ansiedlung eines ‚Goldesels‘ in einem eigenen Gehege eine wünschenswerte Alternative“, so Vorstandsmitglied Uli Schmidt. Doch sei ein solcher unter den Tieren im Park leider bisher noch nicht gesichtet worden!
Gemeinsam wollen Verein, Gesellschaft und Parkteam für attraktive Veranstaltungen im Park sorgen: geplant ist am 29. März eine tierische Ostereiersuche und im Dezember soll zum 2. Wilden Winterzauber eingeladen werden. Angedacht sind auch Kindertheatervorführungen und ein Musikformat „Folk im Wildpark“.
Am 14. Juni wird im Park die „RLP-Radrundfahrt“ der Equipe EuroDeK als Werbeträger des Wildparks zum Thema „Tourismus ist ein Plus für alle“ gestartet. Eng zusammengearbeitet werden soll mit den weiteren Einrichtungen im Buchfinkenland sowie örtlichen Vereinen wie dem Westerwald-Verein Buchfinkenland oder regionalen Naturschutzverbänden.
Weitere Infos dazu, zu den ganzjährigen Öffnungszeiten, einer Mitgliedschaft im Förderverein und mehr unter www.wildpark-westerwald.de oder per Email unter info@wildpark-westerwald.de Pressemitteilung Wildpark Westerwald
Die Ziegen scheinen schon auf die künftigen neuen Mitbewohner Luchs, Wildschwein und Fischotter zu warten.
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