Allgemeine Berichte | 12.12.2025, 09:39 Uhr

Ein Blick hinter die Kulissen

Mons-Tabor-Bad durfte „unter Tage“ besichtigt werden

„Unter Tage“ im Mons-Tabor-Bad erklärt Schwimmmeister Lars Schlotter (l.) den Teilnehmern des Rundgangs wie die komplexe Technik funktioniert. Foto:VG Montabaur / Christina Weiß
98

Montabaur. Seltene Einblicke in das Mons-Tabor-Bad und in die vielfältige Arbeit der Schwimmmeister erhielten die Teilnehmer der Rundgänge, die das Bad-Team während der aktuellen Schließzeit organisiert hatte.

Auf dem Programm standen der Technikkeller, in dem man unterirdisch um das große Becken herumgehen und die beinahe historische Badtechnik besichtigen kann, ein Blick in das leere Variobecken und die defekte Röhrenrutsche.

„Das Bad sieht auf den ersten Blick noch recht gut aus. Doch wenn man die Details sieht, dann versteht man, warum wir ein neues Bad bauen wollen. Eine Sanierung im Bestand wäre schlicht unwirtschaftlich“, erklärte Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich den Gästen bei der Begrüßung

. „Wir tun alles, um das alte Bad am Laufen zu halten, bis wir ein neues gebaut haben. Dass der Betrieb hier überhaupt weitergeht, haben wir vor allem dem Team zu verdanken, das mit Herzblut, Ausdauer und vielen guten Ideen die Technik pflegt und repariert.

Wenn etwas kaputtgeht, gehen hier schnell die Lichter aus.“ Er betonte, dass ein neues Bad zwar in Vorbereitung sei, der Plan aber noch an vielen Punkten und vor allem am Geld scheitern könne.

Während des Rundgangs im Technikkeller erklärten die beiden Schwimmmeister Lars Schlotter und Axel Staffel den Teilnehmern, wie die verschiedenen Filteranlagen, Pumpen, Heizung und Lüftung funktionieren. Die meisten Elemente sind 30 Jahre alt, Ersatzteile gibt es nicht mehr und der Energiebedarf ist riesig.

„Wenn eine Komponente ausfällt und wir sie nicht selbst reparieren können, kann das zum Ausfall des gesamten Systems und damit zur Schließung des Bades führen“, so die beiden Experten.

Die Teilnehmer, darunter viele Stammgäste des Bades, zollten den Schwimmmeistern Respekt: „Das ist ja viel mehr als Schlendern am Beckenrand.“ Tatsächlich, so Schlotter und Staffel, seien sie Techniker, Bastler, Chemiker, EDV-Spezialisten für das Kassensystem, Ausbilder für Nachwuchskräfte, Badeaufsicht, Rettungsschwimmer, Ersthelfer, Ordnungshüter, Schwimmlehrer, Trainingsleiter für Aqua Jogging und Wassergymnastik, Prüfer für Schwimmabzeichen und nun auch Berater für die Vorbereitung des neuen Bads. „Diese Vielfalt macht unseren Beruf so interessant.“

Im Landebecken der Röhrenrutsche erklärten sie, warum diese nicht mehr genutzt werden kann: Das Material sei durch die Temperaturschwankungen extrem rissig geworden. Das konnten die Teilnehmer im Landebecken nicht nur sehen, sondern auch ertasten. Pressemitteilung Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur

Schwimmmeister Axel Staffel (r.) im Gespräch mit Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich und anderen Teilnehmern des Rundgangs.

Schwimmmeister Axel Staffel (r.) im Gespräch mit Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich und anderen Teilnehmern des Rundgangs.

Beim Rundgang durchs Mons-Tabor-Bad konnten die Teilnehmer auch einen Blick in das leere Variobecken werfen.

Beim Rundgang durchs Mons-Tabor-Bad konnten die Teilnehmer auch einen Blick in das leere Variobecken werfen.

„Unter Tage“ im Mons-Tabor-Bad erklärt Schwimmmeister Lars Schlotter (l.) den Teilnehmern des Rundgangs wie die komplexe Technik funktioniert. Foto:VG Montabaur / Christina Weiß

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Geliebt und unvergessen!
651

Region. Ein Kind zu verlieren ist für Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde ein einschneidendes Erlebnis, welches das ganze Leben verändert. Am 2. Sonntag im Dezember, dem 13. Dezember 2026, gedenken die Menschen weltweit der verstorbenen Kinder. Seit 1996 tun dies verwaiste Eltern und Geschwister zusammen mit ihren Angehörigen, indem sie um 19.00 Uhr brennende Kerzen in die Fenster stellen....

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, Oktober 2026
Titel
Rund um´s Haus
13. Koblenzer Patiententag 2026
Weitere Artikel
Die Mittelahr präsentierte sich an den fünf Veranstaltungswochenenden von ihrer besten Seite
923

Mittelahr. Mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern und bestem Herbstwetter ist der Weinherbst Mittelahr 2026 erfolgreich zu Ende gegangen. Vom 26. September bis zum 25. Oktober fand das beliebte Wein- und Wanderevent an fünf Wochenenden auf dem Rotweinwanderweg und in den Weinorten Dernau, Rech, Mayschoß und Altenahr statt. Das bewährte Zusammenspiel aus Wein- und Gastronomieständen entlang der Strecke sowie ergänzenden Angeboten in den Orten sorgte erneut für großen Zuspruch.

Von Nicolas Bäcker aus Dernau

Weiterlesen

Weihnachtsstimmung beim VHB (mit KI erstellt)
1749

Neuwied-Heddesdorf. Eine Feuerschale, warme Lichter, der Duft von Glühwein und frisch gebackenen Reibekuchen – manchmal braucht es gar nicht viel, um für ein paar Stunden den Alltag hinter sich zu lassen und gemeinsam die Adventszeit zu genießen.

Von DRP Events & More Claudia Wischmann aus Neuwied

Weiterlesen