Sicherheit auf der Schiene
Reh verursacht nächtlichen Feuerwehreinsatz auf ICE-Strecke
Windhagen. Am Donnerstagabend, den 5. November, bemerkte der Lokführer eines ICE-Zuges in der Nähe der Ortslage Günterscheid einen Aufprall und leitete daraufhin eine Notbremsung ein. Unklarheiten darüber, ob der Zug möglicherweise mit einer Person kollidiert war, führten zur Alarmierung von Feuerwehr und Rettungsdienst.
Die Feuerwehreinheiten aus Windhagen und Neustadt suchten daraufhin verschiedene Punkte entlang der Bahnstrecke ab, während die Einheit aus Fernthal in Bereitschaft blieb. Nach der Sperrung der Strecke durch den Notfallmanager der Deutschen Bahn durchkämmten mehrere Trupps der Feuerwehr den betroffenen Bereich zu Fuß. Dabei stellte sich heraus, dass der Zug mit einem Reh zusammengestoßen war. Da keine Schäden am ICE festgestellt wurden, konnte der Zug seine Reise ohne weitere Verzögerungen fortsetzen.
Neben der Feuerwehr und dem Rettungsdienst waren auch die Landespolizei und die Bundespolizei vor Ort im Einsatz. Nach etwa einer Stunde war der Einsatz für die Feuerwehr abgeschlossen. In diesem Zusammenhang weist die Feuerwehr auf die erheblichen Gefahren im Bereich von Bahnstrecken hin. Besonders auf ICE-Strecken, wo Züge mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs sind und lange Bremswege haben, ist das Betreten der Gleisanlagen lebensgefährlich und daher strengstens verboten. Auch während Feuerwehreinsätzen dürfen die Gleise nur nach einer bestätigten Streckensperrung und nach entsprechenden Sicherungsmaßnahmen betreten werden.
BA
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Symbolbild Foto: pixabay.com