Blaulicht | 06.05.2025, 10:10 Uhr

Weitere Fälle an toten Feldhasen nachgewiesen

Rhein-Sieg-Kreis: Hasenpest breitet sich aus

Symbolbild.Foto: Pixabay
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Rhein-Sieg-Kreis. Im Rhein-Sieg-Kreis wurden erneut Fälle von Tularämie, auch bekannt als Hasenpest, festgestellt. Nachdem im November des Vorjahres bei einem Feldhasen in Siegburg-Kaldauen der Erreger nachgewiesen wurde, traten nun weitere Fälle auf. Am 4. April 2025 wurde in Eitorf bei einem Hasen Tularämie bestätigt, und am 25. April 2025 folgte ein Nachweis in Alfter. Wie bereits im Vorjahr wurden die Kadaver an das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (CVUA) in Krefeld geschickt, wo die Befunde bestätigt wurden.

Die Tularämie wird durch das Bakterium Francisella tularensis verursacht und betrifft hauptsächlich Hasen, Kaninchen und Nagetiere. Eine Übertragung auf andere Tiere oder Menschen ist jedoch möglich. Betroffene Hasen zeigen häufig Apathie, verlieren ihre Scheu und ihren Fluchtdrang, leiden unter Fieber und haben eine erhöhte Atemfrequenz. Innerhalb von zwei bis 13 Tagen sterben die meisten infizierten Tiere an einer Sepsis, während sie bei chronischem Verlauf stark abmagern.

Beim Menschen sind die meisten Infektionen auf den Kontakt mit infizierten Feldhasen zurückzuführen. Erkrankte Menschen zeigen grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, geschwollene Lymphknoten, Schüttelfrost sowie gelegentlich Übelkeit und Durchfall. Auch Kopf- und Gliederschmerzen können auftreten. Komplikationen mit Lungenentzündung oder der Beteiligung anderer Organe wie Leber, Niere und Herz sind möglich.

Eine Übertragung kann durch Haut- und Schleimhautkontakt mit infektiösem Tiermaterial oder durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminiertem Fleisch erfolgen. Seltener sind Übertragungen durch Stiche von infizierten blutsaugenden Insekten oder Zecken sowie durch kontaminierte Stäube und Aerosole. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher nicht festgestellt.

Hunde besitzen eine hohe natürliche Resistenz gegen die Krankheit, doch bei einem schwachen Immunsystem können sie ebenfalls infiziert werden. Symptome einer Infektion bei Hunden sind Appetitlosigkeit, Fieber und Schwellung der Lymphknoten. Es wird daher empfohlen, Hunde von toten oder offensichtlich kranken Hasenartigen fernzuhalten.

Bei der Entdeckung eines auffälligen Tieres sollte unverzüglich das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Sieg-Kreises unter der Telefonnummer 02241 13-2335 informiert werden.

BA

Symbolbild. Foto: Pixabay

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