Blaulicht | 28.09.2022

Aus dem Polizeibericht

Telefonbetrüger erbeuten Schmuck im Wert von mehreren 10.000 Euro

Symboldbild. Foto: Pixabay

Bonn. Auch weiterhin versuchen Telefonbetrüger im Zuständigkeitsbereich der Bonner Polizei, an die Ersparnisse älterer Menschen zu gelangen. In den vergangenen Tagen registrierte die Polizei mehrere Versuche von Telefonbetrügern, die es als falsche Amtsträger auf das Geld der Angerufenen abgesehen hatten - in einem Fall erbeuteten sie am Dienstag, 28. September 2022 bei einem älteren Ehepaar durch einen sogenannten Schockanruf Schmuck im Wert von mehreren 10.000 Euro. Die Betrüger hatten am Dienstagnachmittag gegen 14:20 Uhr auf dem Festnetzanschluss des Ehepaares in Bonn-Ippendorf angerufen und berichtet, dass die Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein Kind getötet worden und dessen Mutter schwer verletzt worden sei. Aufgrund dessen müsse nun eine Kaution von den Angehörigen der angeblich in Untersuchungshaft befindlichen Unfallverursacherin entrichtet werden. Hierfür könnten neben Bargeld auch andere Wertgegenstände verwendet werden.

Die schockierten Angerufenen suchten daraufhin Schmuck und Bargeld im Gesamtwert von mehreren 10.000 Euro zusammen und übergaben dieses kurz vor 18 Uhr in der Alexanderstraße, in unmittelbarer Nähe zum Bonner Amtsgericht an eine ihnen unbekannte Frau.

Zu ihr liegen derzeit folgende Beschreibungsmerkmale vor:

Etwa 35 Jahre alt - ca. 1,70 m groß - unauffällige Statur - braune, zurückgekämmte Haare - bekleidet mit beigefarbener Jacke und dunkler Filzmütze.

Nachdem ein von den Betrügern in Aussicht gestellter Anruf der Tochter bis zum Abend ausblieb, informierten die Geschädigten schließlich die Polizei. Bislang durchgeführte Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen führten nicht zur Festnahme von Tatverdächtigen.

Das zuständige Kriminalkommissariat 24 hat die weitergehenden Ermittlungen zu dem Fall übernommen. Zeugen, die Beobachtungen mit einem möglichen Zusammenhang zu der geschilderten Übergabe in der Alexanderstraße gemacht haben oder die beschriebene Frau in der Innenstadt beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0228 15-0 mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

Die Seniorenberatung der Bonner Polizei bietet Betroffenen und deren Familienangehörigen nach einem solchen Vorfall eine Beratung in einem persönlichen Gespräch und bei Bedarf weiterführendes Informationsmaterial an.

Die Präventionsdienststelle ist unter 0228 15-7617, 0228 15-7676 oder per E-Mail an seniorenberatung.bonn@polizei.nrw.de zu erreichen.

Weitere Tipps zum Schutz vor Schockanrufen: https://bonn.polizei.nrw/sites/default/files/2021-06/Artikel%2002_2021.pdf

Pressemitteilung Polizei Bonn

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