Blaulicht | 16.04.2026

Unfallzahlen moderat angestiegen

Verkehrsunfallstatistik der Polizeiinspektion Mayen für das Jahr 2025

Symbolbild.

Mayen. Verkehrsunfallzahlen im Jahr 2025 moderat angestiegen - E-Bike und Pedelec-Fahrer im Focus der Verkehrssicherheitsarbeit:

  • Abnahme der Verkehrsunfälle mit Personenschäden um 4,6 %
  • Insgesamt 2 tödliche Verkehrsunfälle
  • Leicht Zunahme der Verkehrsunfälle unter Beteiligung der Risikogruppe Junge Fahrer um 3,3%
  • Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Senioren in der Gesamtbetrachtung etwa auf dem Niveau des Vorjahres
  • Anstieg der Unfälle mit Rad- und Pedelec-Fahrern um 2,2 %

Strukturdaten

Durch den Dienstbezirk der Polizeiinspektion Mayen, zu dem die Stadt Mayen mit den Ortsteilen, die Verbandsgemeinden Mendig, Maifeld und ein Teil der Verbandsgemeinde Vordereifel gehören, verläuft ein Straßennetz von 320,6 km.

Hiervon sind 54,7 km Bundesstraßen, 131,3 km Landstraßen und 134,6 Kreisstraßen.

Gesamtüberblick

Im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Mayen wurden durch die Polizeibeamtinnen und -beamten im Kalenderjahr 2025 insgesamt 2369 Verkehrsunfälle aufgenommen.

Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 1,1 %.

Unfälle mit Personenschäden:

Im Jahr 2025 sank die Anzahl von Verkehrsunfällen mit Personenschäden leicht ab.

Während im Jahr 2024 insgesamt 216 Verkehrsunfälle mit Personenschäden (4 tödlich Verletzte, 23 Schwerverletzte, 189 Leichtverletzte) registriert wurden, waren es im Jahr 2025 insgesamt 206 (2 Getötete, 30 Schwerverletzte, 174 Leichtverletzte). Dies bedeutet in der Summe einen Rückgang der Unfallzahlen in diesem Bereich um 4,6 %.

Im Jahr 2025 gab es 2 Verkehrsunfälle mit tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmern. Ein örtlicher oder gefahrenbegründender Sachzusammenhang bestand zwischen den jeweiligen Verkehrsunfallstellen nicht. In einem Fall handelte es sich um einen Alleinunfall, bei dem ein Motorradfahrer ohne Fremdeinwirkung die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und von der Fahrbahn abkam. Die Zahl der bei den Verkehrsunfällen verunglückten Personen belief sich auf 292 im Jahr 2025 im Vergleich zu 269 im Jahr 2024.

Rauschunfälle:

Bei den Verkehrsunfällen mit der Unfallursache „berauschende Mittel“ konnte die Polizei einen weiteren Rückgang um 28,9 % feststellen. Alkoholbedingte Unfälle

(2024:30 / 2025:21). Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss (2025:5 / 2024:9).

Risikogruppe junge Fahrer:

Bei den jüngeren Verkehrsteilnehmern im Alter von 18-24 Jahren kam es zu einem leichten Anstieg der Gesamtunfallzahlen um 3,3 %. An insgesamt 466 Verkehrsunfällen waren junge Fahrer beteiligt, hierbei in 73,6% der Fälle als Hauptverursacher. Bei den Unfällen dieser Risikogruppe senkte sich die Zahl der Unfälle mit Personenschäden von 48 im Jahr 2024 auf 40 im Jahr 2025; diese Verkehrsunfälle hatten erfreulicher Weise keine getöteten Verkehrsteilnehmer, 8 schwerverletzte sowie 32 leicht verletzte junge Fahrende zur Folge.

Risikogruppe Kinder:

Die Risikogruppe Kinder verzeichnete im Kalenderjahr 2025 keinen Unterschied zu den Verkehrsunfallzahlen aus dem Jahr 2024 (19/19). 18 Kinder verunglückten bei insgesamt 11 Unfallereignisse, wobei 16 leicht- und 2 schwerverletzt wurden. In

8 Fällen verunglückten Kinder als Mitfahrende. In 68,4 % der Fälle wurden die Kinder als Hauptunfallverursacher festgestellt.

Risikogruppe Senioren (über 75 Jahre):

Im Fokus der Öffentlichkeit steht nach wie vor die Beteiligung von älteren Verkehrsteilnehmern am Straßenverkehr. Im Jahr 2025 stiegen die Unfallzahlen in dieser Gruppe um weitere 1,8 % an. Bei 221 Unfällen, mit Beteiligung von Personen über 75 Jahren, wurden 1 Person tödlich (Alleinunfall), 4 Personen

schwer- und 12 Menschen leichtverletzt. In dieser Risikogruppe wurden in 80,1% der Verkehrsunfälle die Senioren als Hauptverursacher festgestellt.

VU Rad- u. Pedelec-Fahrende

Im Jahr 2025 gab es 46 Verkehrsunfälle mit Beteilung von Rad- oder Pedelec-Fahrern. Hierbei wurden 5 Personen schwer- und 23 Personen leicht verletzt. Zu tödlichen Verkehrsunfällen kam es nicht. In 62,2 % der Fälle setzte hierbei der radelnde Verkehrsteilnehmer die Hauptunfallursache. Viele Unfälle kommen bei unsicherer Handhabung und Umgang mit einem schneller fahrenden Pedelec oder E-Bike zu Stande. Ein sicheres Training im Umgang mit seinem Fahrzeug kann Unfällen entgegenwirken und Schäden vermeiden. Die Polizeiinspektion Mayen bietet zur Verbesserung der Verkehrssicherheit kostenlose Pedelec- / E-Bike-Kurse am - 09. April, von 09:30 Uhr bis ca. 12:00 Uhr, - 23. Juni von 13:30 Uhr bis ca. 16:00 Uhr und am - 11. August von 09:30 Uhr bis ca. 12:00 Uh auf dem Fahrradübungsplatz (Schützenplatz) in Mayen an. Bei Interesse können Sie sich unter der E-Mail-Adresse pimayen@polizei.rlp.de anmelden.

Verkehrsunfallfluchten:

Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten ist im Jahr 2025 wieder leicht um 2,1 % angestiegen. Wurden 2024 insgesamt 432 Unfälle mit Fahrerflucht gemeldet, so waren es 2025 insgesamt 441 Fälle. Bei den in 2025 angezeigten Verkehrsunfallfluchten wurden insgesamt lediglich 9 Verkehrsunfälle mit verletzten Personen registriert Im Jahr 2024 waren dies noch 28 Verkehrsunfälle gewesen. 187 der flüchtigen Unfallverursacher konnten im Jahr 2025 ermittelt werden. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 42,4 %. Neben den Schadensersatzforderungen und Leistungseinschränkungen von Versicherungen wird in jedem Fall geprüft, ob der/die Flüchtige weiterhin geeignet ist, Kraftfahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr zu führen. In diesen Fällen droht der Entzug der Fahrerlaubnis, sowie empfindliche Geldstrafen.

Hauptunfallursachen:

-Fehler beim Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren in 621 Fällen (2024/588).

-Nicht angepassten Geschwindigkeit in 215 Fällen (2024/153).

-Ungenügender Sicherheitsabstand in 200 Fällen (aufgrund einer Änderung der Erfassungen ist ein Vergleich zum Vorjahr nicht zielführend)

Verkehrsüberwachung:

Im Rahmen präventiver Kontrollmaßnahmen konnten folgende Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, sanktioniert werden: -Fahren unter Alkohol-/Drogeneinfluss, berauschender Mittel in 154 Fällen. -Fahren ohne Fahrerlaubnis ohne Unfallereignis in 66 Fällen. -Zudem erfolgten 20 Radar- und

42 Laserkontrollen, 3 Sonderkontrollen zum Thema getunte Fahrzeuge und 5 Kontrollen motorisierter Zweiradverkehr an örtlichen Schwerpunkten oder Beschwerdestellen ortsansässiger Bürger.

Unfallkommission

Die bei den Verkehrsunfällen erhobenen Daten und getroffenen Maßnahmen dienen nicht nur dem Schutz zivilrechtlicher Ansprüche, der Ahndung von Ordnungswidrigkeiten und dem staatlichen Sanktionsanspruch bei dem Vorliegen von Straftaten, sondern auch der Verkehrssicherheitsarbeit. Nach einer Auswertung der erhobenen statistischen Daten wird zur Jahresmitte durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM) zur sogenannten Unfallkommission eingeladen. Hier werden besondere Unfallhäufungspunkte oder - linien durch den LBM, die zuständigen Straßenverkehrsbehörden, die Straßenmeistereien und die zuständige Polizeiinspektion analysiert und Verbesserungsmaßnahmen am Straßenraum oder Maßnahmenpakete besprochen. Maßnahmen können beispielsweise intensivierte Kontrollmaßnahmen der Polizei, bessere Ausleuchtung von Straßenbereichen, Entfernen von Sichthindernissen, Erneuerung von Fahrbahnbelägen bis hin zur völligen Veränderung von Knotenpunkten (bspw. durch Anlegen eines Kreisverkehrsplatzes) sein.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Mayen

Symbolbild. Foto: Racle Fotodesign - stock.adobe.com

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