Blaulicht | 21.02.2025, 13:46 Uhr

Nach Schussabgabe in Ruppichteroth: 24-Jähriger wird weiter intensivmedizinisch betreut - Tatverdächtiger wird Haftrichter vorgeführt

Waffenarsenal bei 74-Jährigem entdeckt

Symbolbild. Foto: DABLJU - stock.adobe.com
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Ruppichteroth. Nach einer Schussabgabe auf einen 24-Jährigen in Ruppichteroth-Stranzenbach hatten die Bonner Polizei und Staatsanwalt am Donnerstagnachmittag, 20. Februar die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes aufgenommen, siehe dazu auch https://www.blick-aktuell.de/Berichte/Schwerverletzter-24-Jaehriger-nach-Schuessen-in-Klinik-619251.html

Nach bisherigem Ermittlungsstand war der Schussabgabe ein Einbruchdiebstahl in einen, dem 74-jährigen Tatverdächtigen zuzuordnenden Wohnwagen in Tatortnähe vorausgegangen, auf den dieser durch Videokameras aufmerksam geworden war. Der 74-jährige Mann steht im Verdacht, in der Folge zum Tatort gefahren zu sein und dort auf den 24-Jährigen geschossen zu haben. Zeugen, die auf Schussgeräusche aufmerksam geworden waren, beobachteten dann, dass der 74-Jährige auf den verletzt am Boden liegenden Geschädigten einschlug und verständigten die Polizei. Der Tatverdächtige flüchtete daraufhin vom Tatort, kehrte jedoch kurz darauf zurück und wurde von zwischenzeitlich eingetroffenen Einsatzkräften der Polizei angetroffen und vorläufig festgenommen. Weder bei ihm noch in seinem Auto wurde eine Schusswaffe gefunden.

Da sich im Rahmen der Tatortaufnahme Hinweise auf zur Gebäude- und Grundstücksicherung oder Wildschadenabwehr gebräuchliche, knallerzeugende Selbstschussgeräte im Umfeld des Wohnwagens ergaben, wurde zur Durchsuchung des Wohnwagens sowie der Wohnung des Tatverdächtigen in einer benachbarten Gemeinde des Rhein-Sieg-Kreises die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes NRW sowie ein Spezialeinsatzkommando hinzugezogen. Neben mehreren Messern, die der 74-Jährige in seinem Auto aufbewahrte bzw. mit sich führte, wurden in der Wohnung des Mannes insgesamt 21 unterschiedliche Schusswaffen, Munition, eine Armbrust und ein Messer aufgefunden und sichergestellt. Eine aktuelle waffenrechtliche Erlaubnis besitzt er nach bisherigem Sachstand nicht.

Der geschädigte 24-Jährige, der durch Schüsse schwerste Verletzungen erlitt, wird weiter intensivmedizinisch in einer Klinik betreut. Der 74-Jährige macht bislang keine Angaben zum Geschehensablauf. Er wird am Freitag auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern weiter an.

Pressemitteilung Polizei Bonn

Symbolbild. Foto: DABLJU - stock.adobe.com Foto: DABLJU - stock.adobe.com

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