Allgemeine Berichte | 08.01.2026

Natürführerin Rita Landau begleitet 50 Wanderbegeisterte durch die Region

Winterwanderung durch die faszinierende Landschaft der Lahnhöhe

Rita Landau erklärt den TeilnehmerInnen die Entstehung des Lahntales und deren Bergbaulandschaften. Fotos:Marcel Weidenfeller

Hundsangen. Wie jedes Jahr gab es auch 2025 wieder ein besonderes Ereignis zum Jahresabschluss. Rund 12 Kilometer sind knapp 50 Teilnehmer der NABU-Veranstaltung durch Wiesen und Wälder rund um Dörnberg gewandert – fast immer mit Blick auf die Lahn, den Hunsrück, den Taunus oder den Westerwald.

Es war aber weniger die Natur, die im Vordergrund stand – es war die spannende Geschichte einer Bergbauregion, in der der Abbau von Erzen über Jahrhunderte das Leben geprägt hat. Blei, Silber, Kupfer, Zink und Nickel haben dem Ort Dörnberg einst zu Wohlstand verholfen.

Die Arbeitsbedingungen aber waren katastrophal, die Bergarbeiter starben früh. Die harte Arbeit und der Staub haben ihren Tribut gefordert. Der zum Teil hochgiftige Abfall der Gruben wurde in der Region auf Halden aufgeschüttet – eine massive Umweltbelastung, die auch nach der Einstellung des Bergbaus 1952 noch nachgewirkt hat. Noch sichtbare Relikte des Bergbaus sind der Herthasee und die angestauten Teiche für das Betriebswasser der Gruben – heute eine touristische Attraktion und teils von Angelvereinen genutzt. In der Region wurde das Erz über insgesamt fast 2000 Stollen bis aus 1000 Meter Tiefe gefördert.

Es wurde mehr als 40 Kilometer horizontale Stollen gegraben – ein Tunnelsystem, das bis in die Region Bad Ems reicht. Gewandert sind wir auf zum Teil mystischen Pfaden im Sonnennebel – vorbei an moosbewachsene Felsformationen, abgestorbenen Bäumen und Schieferplatten mit Fossilieneinschlüssen. Das plötzliche Erscheinen von Elfen oder dem sagenumwo-benen Ritter Durinc hätte niemanden verwundert.

Im Vorrübergehen konnten die Wanderer noch einen Blick auf die Klosterruine „Brunnenburg“ erhaschen. Das Benediktinerkloster wurde 1224 erstmals urkundlich erwähnt und 1542 im Rahmen der Reformation aufgelöst. Sowohl der Lahnhöhenweg als auch der Jakobsweg führen an diesem historischen Gebäude vorbei.

Weniger historisch war die kleine Wanderhütte, an der die Wanderer dann mit köstlichem Pizza- und Leberkäse, sowie Vegetarischem versorgt wurden – und das alles bei herrlichem Sonnenschein, klarer Luft und weitem Blick ins Tal. BA

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