Allgemeine Berichte | 11.08.2026, 08:46 Uhr

Zweitägiger Workshop: Kochen für die Seele

Was hat Ernährung mit unserer Psyche zu tun?

Kochen für die Seele.

Siershahn. Seit einigen Jahren ist bekannt, dass eine ausgewogene Ernährung die psychische Gesundheit stärken kann.

Umgekehrt können psychische Erkrankungen das Essverhalten und die Lebensmittelauswahl beeinflussen.

Aus diesem Grund bietet die Westerwälder Allianz gegen Depression in Kooperation mit der Kreis-Volkshochschule (Kreis-vhs) Westerwald, dem ESSENzPSYCHE-Netzwerk und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung einen zweitägigen Koch-Workshop an.

Geleitet wird dieser von einem Koch der Kreis-vhs und einer betroffenen Person der Westerwälder Allianz gegen Depression. Wissenschaftliche Mitarbeitende des ESSENzPSYCHE-Netzwerks und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung unterstützen das Angebot vor Ort. Der Workshop wird am 17. und 24. August jeweils von 17 bis 20 Uhr in der Berggartenschule in Siershahn durchgeführt.

Am ersten Tag erhalten die Teilnehmenden einen interaktiven Einblick ins Thema gesunde Ernährung und psychische Gesundheit. Viele Menschen mit psychischen Erkrankungen verändern in belastenden Phasen ihr Essverhalten. Manche verlieren den Appetit, andere essen vermehrt ungesunde Snacks oder greifen zu Fertigprodukten. Auch die Einnahme von Medikamenten kann das Essverhalten beeinflussen und zu Gewichtszunahme, Appetitlosigkeit oder Heißhunger führen. Gleichzeitig zeigen Studien, dass eine einseitige Ernährung mit wenigen frischen und nährstoffreichen Lebensmitteln die Entstehung und den Verlauf psychischer Erkrankungen begünstigen kann. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Kost kann hier unterstützen. Dabei gilt: Die Ernährung allein ersetzt keine Therapie, kann aber eine wertvolle Ergänzung sein.

Das Erlernte wird dann am zweiten Tag des Workshops praktisch umgesetzt und in gemütlicher Runde genossen.

Das Angebot richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die sich nicht in einer akuten Krise befinden, und ist kostenfrei. Lediglich ein Lebensmittelbeitrag in Höhe von rund 20 Euro ist selbst zu tragen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es per E-Mail an info@vhs-ww.de sowie unter der Telefonnummer 02602 124-420. Wer aus persönlichen Gründen die Kursgebühr nicht finanzieren kann, findet hier auch vertraulich Hilfe.

Kochen für die Seele. Foto: Dachverband der Volkshochschulen

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