Schülerstreit in Realschule plus Neustadt eskalierte
21 Schüler durch Pfefferspray verletzt
14 Schüler in umliegende Kliniken eingeliefert
Neustadt/Wied. Am Freitag, 11.12.2015, um 11:30 Uhr mussten 21 Schülerinnen und Schüler der Realschule Plus in Neustadt (Wied) wegen Augen- und Atemwegsreizungen vom DRK behandelt werden. Davon wurden 14 Schüler in umliegende Kliniken eingeliefert. Eine Schülerin erlitt einen leichten Schwächeanfall. Wie war es dazu gekommen? Zwei Schüler waren während der Pause in der Aula in Streit geraten. Die Auseinandersetzung konnte zunächst durch die Pausenaufsicht beigelegt werden, flammte aber wieder auf, nachdem die Aufsicht sich kurzfristig entfernt hatte. Andere Schüler wollten schlichtend eingreifen. Ein 16 jähriger Schüler, der mit in den Streit verwickelt war, setzte plötzlich ein Pfefferspray ein und verletzte damit die anderen Mitschüler. Das DRK löste einen Großeinsatz aus bei dem auch die Schnelle Einsatzgruppe des Landkreises zum Einsatz kam. Notärzte und zahlreiche Rettungskräfte versorgten die Opfer und übergaben sie entweder den Eltern oder verbrachten sie ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung in mehreren Fällen gegen den Sprüher.
Pressemitteilung Polizeiinspektion Straßenhaus

Das einzig unqualifizierte scheint der Kommentar von "Bürger".
Es zeigt leider wieder einmal, wie wenig unsere Mitmenschen von unserem vorhandenen Rettungssystem verstehen. Traurig.
Ich möchte "Bürger" jedoch gerne die Angst vor unnötigen Kosten nehmen, denn bei einer solchen Schadenslage sind es ehrenamtliche Helfer, welche Zuhause alles stehen und liegen lassen um zu helfen.
Wikipedia hilft Dir bestimmt bei der Begriffserklärung "Ehrenamt".
Der Kommentar von Chrissi am 17.12.2015 um 10:22 Uhr verdient volle Zustimmung. Schuld tragen mutmaßlich Schüler. Welche, ist durch ein Gericht zu klären. Sie sind als Jugendliche dazu im Stande, diese Schuld zu tragen. Es muss nicht unbedingt der Sprayer der Hauptschuldige sein. Ich kenne genügend Jugendliche mit extrem Kampf - trainierten Fäusten und Füßen. Nicht wirklich hilfreich sind Kommentare von Gutmenschen gegen unsere Polizei und medizin. Organisationen. Nicht wirklich hilfrteich sind im Übrigen auch Journalisten, die Prügeleien und Schlägereien und Gewalt als Rangeleien verniedlichen. In diesem Punkt finde ich den Bericht vorbildlich ehrlich wie allgemein den Blick aktuell.
So pauschal lässt sich darüber nicht urteilen, lieber Bürger. Landet ein Notruf bei einer Leitstelle, so wird dieser im Rahmen festgelegter Einsatzstichworte abgearbeitet. Bei Einsatz von Pfefferspray ist das also nicht verwunderlich. Noch dazu sollte man bedenken, dass man bei solchen Lagen, insbesondere in Schulen, mittlerweile äußerst sensibel reagiert. Aber auch hier gilt es wie immer: Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig. Prinzipiell geht's beim Rettungsdienst auch nicht immer um "Verletzte" sondern auch um "Betroffene", die vielleicht so auf den ersten Blick keine sichtbaren "Wunden" haben. Das alles ist für den Laien vielleicht nicht immer direkt erkennbar.
Der Einsatz scheint doch ziemlich überzogen und nicht verhältnismäßig. Man könnte meinen, dass die Situation ausgenutzt wurde um einen anderen Ernstfall zu üben. Es ist nicht in Ordnung, dass hier so eine Panik geschaffen wurde und wird. Das zeigt wieder mal wie unqualifiziert doch Polizei und Rettungsdienst ist. Hoffentlich bekommt keiner für das auslösen dieses Großeinsatzes einen Cent! Die Versorgung hätte in einem anderen Rahmen stattfinden können!Der Schule ist sicherlich kein Vorwurf zu machen!