Politik | 11.10.2013

Auch Schüler haben Rechte

Workshop für Klassensprecher des Kinder- und Jugendbüros Neuwied klärte auf

Wie man sich für seine Mitschüler und deren Rechte einsetzt, lernten 130 Klassensprecher in den Workshops.privat

Neuwied. Wieviel Mitbestimmung steht Jugendlichen laut Schulgesetz zu? Was benötigen die Schüler, um sich für ihre Rechte starkzumachen? Und wie kann man den Anspruch umsetzen oder muss man ihn manchmal sogar einfordern? Das „Klassensprecher-Training“ in Neuwied bot die Möglichkeit, sich über die Rechte von Schülern zu informieren.

130 Schüler der IGS Neuwied, des Rhein-Wied-Gymnasiums und der Ludwig-Erhard-Schule nutzten das Angebot, sich für ihre bevorstehende Aufgabe als Klassensprecher und dessen Vertreter fit zu machen. Wie facettenreich die Arbeit und die Anforderungen für sie sein werden, ließen die Workshops erahnen. Organisationstalent ist bei Klassenfahrten, Schul- oder Klassenfeten gefragt. Tipps und Tricks, wie es zukünftig noch besser gelingen kann, verriet Sonja Jensen vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Neuwied. Wer etwas erreichen will, muss auch sicher auftreten können. Die Theaterpädagogin Sabine Parker von „aisthetos“ zeigte, wie Kommunikation ohne Sprache funktioniert. Dafür mussten sich die Jugendlichen bewusst werden, wie sie auf andere wirken. Deutlich trockener hörte sich hingegen der Titel des dritten Workshops an: Schülerrechte. Doch die Schülercoaches Sofia Gall und Leo Wörtche von der Landesschülervertretung brachten den teils Gleichaltrigen die juristischen Gegebenheiten des Schulgesetzes locker und unterhaltsam rüber. Im letzten Workshop lernten die Schüler, dass sie ihre Aufgaben nicht alleine meistern müssen, sondern sich bei bereits an der Schule bestehende Projekte und Arbeitsgruppen zu Hilfe nehmen können. Wie diese aussehen kann, schilderten die beiden IGS-Lehrerinnen Jennifer Binzenbach und Ann-Katrin Meyer.

Um bestens in allen Bereichen informiert zu sein, durchliefen die Schüler der Klassenstufen fünf bis 13 in Gruppen alle Workshops. Und am Ende waren sich alle einig: Auch im kommenden Jahr soll die gemeinsame Veranstaltung der Neuwieder Schulen Rhein-Wied-Gymnasium, Ludwig-Erhard-Schule und der Integrierten Gesamtschule erneut durchgeführt werden. Tatkräftige Unterstützung erhielten die Schulen dabei durch die Fachstelle Partizipation des Kinder- und Jugendbüros, die auch die Referenten stellte. Pressemitteilung der

Stadt Neuwied

Wie man sich für seine Mitschüler und deren Rechte einsetzt, lernten 130 Klassensprecher in den Workshops.Foto: privat

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