Zwei Dreierpacks beim 8:1-Sieg in Malberg
FV Engers mit Kantersieg ins Rheinlandpokal-Achtelfinale
aus Neuwied
Malberg/Engers. Im vergangenen Jahr musste der FV Engers in Malberg noch bis in die Verlängerung kämpfen, diesmal machte es die Mannschaft von Trainer Julian Feit deutlich kürzer.
Mit einem souveränen 8:1 (2:1) beim Rheinlandligisten zogen die „Jungs vom Wasserturm“ ins Achtelfinale des Rheinlandpokals ein. Die beiden überragenden Torschützen des Abends waren Manuel Simons und Jonathan Kap, die jeweils einen Dreierpack schnürten. Kap gelang dabei sogar innerhalb von nur neun Minuten ein lupenreiner Hattrick.
Von Beginn an ließen die Grün-Weißen keinen Zweifel daran, wer den Platz als Sieger verlassen wollte. Bereits in der vierten Minute verwandelte Manuel Simons einen Foulelfmeter zur Führung. Der frisch gebackene Papa Kevin Lahn erhöhte nach einer Viertelstunde per Kopf auf 2:0. Zwar gelang den Gastgebern wenig später der Anschlusstreffer, doch der FVE blieb spielbestimmend und ließ weitere gute Möglichkeiten zunächst ungenutzt.
Nach dem Seitenwechsel sorgte Simons dann innerhalb von nur zwei Minuten für klare Verhältnisse. In der 58. Minute traf er nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Vadim Semchuk, nur eine Minute später vollendete er nach Vorarbeit von Kevin Lahn zum 4:1. Damit war sein persönlicher Dreierpack perfekt. Der eingewechselte Lukas Müller, der früher selbst für Malberg gespielt hatte, erhöhte anschließend auf 5:1.
Neun Minuten, drei Tore: Kap krönt den Pokalabend
Was dann folgte, war die Jonathan-Kap-Show. In der 79. Minute köpfte der Angreifer eine Ecke zum 6:1 ein. Nur zwei Minuten später war er nach einer Flanke von Justin Willma erneut mit dem Kopf zur Stelle. Und in der 87. Minute setzte er mit einem sehenswerten Lupfer über den herausstürmenden Torwart den Schlusspunkt. Drei Tore in Folge, ohne dass ein anderer Spieler zwischendurch traf – ein lupenreiner Hattrick zum Abschluss eines rundum gelungenen Pokalabends.
Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Julian Feit: „Das war deutlich souveräner als letztes Jahr. Wir waren zu keiner Minute nervös und sind sehr selbstsicher aufgetreten.“ Besonders das Gegenpressing und die von Beginn an gezeigten Grundtugenden gefielen dem Engerser Coach.
Und für gute Laune sorgte nach dem Pokalabend auch ein augenzwinkernder Kommentar aus dem Vorstand. Mit Blick auf das 1:6 in Gonsenheim am Wochenende und nun das 8:1 in Malberg lautete die Frage, „ob wir jetzt Eishockey spielen“. Nein, das überlassen die Engerser weiterhin lieber den Neuwieder Bären. Aber für Spektakel ist in dieser Saison halt auch beim FVE immer gesorgt.
Das Achtelfinale des Rheinlandpokals wird am 21. Oktober in Bitburg ausgelost und am 4. November ausgetragen.
Ulf Steffenfauseweh
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Pokal kann er: Johnny Kap erzielte vor vier Jahren per Hacke gegen Arminia Bielefeld das bisher einzige FVE-Tor im großen DFB-Pokal. In der dritten Runde des Rheinlandpokals ließ er jetzt einen lupenreinen Hattrick folgen und brauchte dafür gerade einmal neun Minuten. Foto: Ulf Steffenfauseweh