Politik | 30.03.2014

Freie Wähler Gruppe Neuwied

Flächendeckende Schulsozialarbeit

Sachverständige Gäste stellten sich in öffentlicher Fraktionssitzung den Fragen

Wolfgang Hartmann und Joachim Fleischer stellten sich den Fragen zur Schulsozialarbeit in der Stadt Neuwied.Jörg Niebergall

Neuwied. Gleich zwei sachverständige Gäste stellten sich in der jüngsten öffentlichen Fraktionssitzung der Freien Wähler Gruppe (FWG) Neuwied den Fragen der Anwesenden zur Schulsozialarbeit in der Stadt Neuwied. Wolfgang Hartmann, Leiter des Amtes für Jugend und Soziales der Stadt Neuwied, und Joachim Fleischer, Rektor der Grundschule Sonnenlandschule, informierten über den Sachstand der Schulsozialarbeit in Form der „Zugehenden Beratung“ an Grundschulen, deren Finanzierung durch den Bund Ende 2013 ausgelaufen war. Nach heißen Diskussionen in den Fraktionen und im Jugendhilfeausschuss war zunächst eine Verlängerung der Maßnahmen bis März 2014 beschlossen worden, um in der Zwischenzeit ein tragfähiges Konzept für eine längerfristige Schulsozialarbeit an Grundschulen zu entwickeln. Die Freien Wähler machten klar, dass sie für eine Fortführung der Schulsozialarbeit stehen. „An den Realschulen Plus und der IGS ist das bereits seit Jahren Standard. Da dürfen die Grundschulen nicht außen vor bleiben“, betonte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andrea Niebergall. „Nur wenn Probleme in den Familien früh genug auffallen und angegangen werden, kann nachhaltig und präventiv gearbeitet werden – am besten schon in den KiTas und dann durchgängig bis ins Jugendalter.“

Vor allem die Chancen auf Prävention standen in der Fraktionssitzung im Mittelpunkt. „Je früher ein Problem erkannt wird, umso eher ersparen wir uns später Maßnahmen, die extrem teuer sind“, betonte Fraktionschef Karl-Josef Heinrichs im Hinblick auf die zunehmenden Zahlen von Heimunterbringungen bei Jugendlichen.

Wolfgang Hartmann und Joachim Fleischer stellten sich den Fragen zur Schulsozialarbeit in der Stadt Neuwied.Foto: Jörg Niebergall

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