Bündnis 90/Die Grünen wählten Liste für den Kreistag Mayen-Koblenz
Grün blüht auf
Mülheim-Kärlich. Zur Wahlversammlung für die Liste von Bündnis 90/Die Grünen zur Wahl in den Kreistag Mayen-Koblenz trafen sich zahlreiche Mitglieder des Kreisverbandes Mayen-Koblenz im Hotel Grüters in Mülheim-Kärlich. Die Kreisgrünen gehen mit einem komplett neu aufgestellten Spitzenteam und einer paritätisch besetzten Kandidaten/-innenliste in die Kommunalwahl am Sonntag, 25. Mai.
Auf Listenplatz „Eins“ wurde Birgit Meyreis, 47 Jahre, aus Ochtendung gewählt.
Birgit Meyreis vertritt seit mehr als drei Jahren die Partei als Kreisvorstandsprecherin und gehört seit über zwei Jahren dem Jugendhilfeausschuss des Kreistages an. Als Mutter von drei Kindern vom Grundschulalter bis hin zur jungen Erwachsenen mitsamt Enkelkind, hat sie vielerlei Lebenserfahrung, auch als Elternvertretung, in den Bereichen Kinderbetreuung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Als gelernte Bürokauffrau mit vielfältigen Kenntnissen unter anderem im kulturellen und Event-Bereich ist sie seit Mai 2011 im Wahlkreisbüro der Landtagsabgeordneten Katharina Raue tätig. „Durch meine Erfahrung als Mitglied im Kreisjugendhilfeausschuss in Zusammenarbeit mit der Grünen-Kreistagsfraktion konnte ich bereits Erfahrungen in der Ratsarbeit sammeln. Ich freue mich, dass ich nun die Chance habe, mich noch intensiver in der Gestaltung von gerechter Jugendpolitik, aber auch von Seniorenpolitik und einem lebenswerten und gerechten Umfeld für alle Menschen im Landkreis, ob mit oder ohne Behinderung, einzubringen.“ erläutert Birgit Meyreis.
Klaus Meurer, 52 Jahre aus Münstermaifeld, seit 2010 Kreissprecher des Kreisverbandes Mayen-Koblenz, wurde auf Platz Zwei gewählt. Klaus Meurer ist seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Landtagsabgeordneten Dr. Rahim Schmidt in Mainz. Als Betriebswirt (VWA) ist er zusätzlich als Unternehmensberater mit Schwerpunkt nachhaltige Wirtschaft tätig. „Besonders am Herzen liegt mir die echte Bürgerbeteiligung. Wir brauchen einen neuen Politikstil, bei dem die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an eingebunden werden. Hierzu zählt der Bürgerhaushalt und die Online-Bürgerbeteiligung, sowie ein Livestream der Kreistagssitzungen. Wir möchten mit den Bürgerinnen und Bürgen ein Leitbild für eine moderne Gesellschaft entwickeln. Dabei setzen wir auf einen modernen Politikstil, bei dem die Bürgerbeteiligung eine herausragende Rolle spielt. Meine Schwerpunkte liegen bei den Themen Wirtschaft und Finanzen. Hier möchte ich mich besonders für eine nachhaltigere Finanzpolitik einsetzen und den von uns angestoßenen Prozess zu einem Fair-Trade-Landkreis positiv begleiten.“ erklärt Klaus Meurer.
Susanne Guth, 48 J., wurde auf Platz Drei der Kreistagsliste gewählt. Sie ist seit drei Jahren Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen und gehört zu den Gründungsmitgliedern des Ortsverbandes Bendorf. Sie arbeitet bei der Agentur für Arbeit in Mayen und ist dort für ein Team von 16 Berufsberaterinnen und Beratern zuständig. Ihre politischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Arbeit, Soziales und Frauen. „Die Arbeitsmarktpolitik des Kreises muss eine an den Bedarfen der mittelständischen Wirtschaft ausgerichtete Politik sein. Diese Möglichkeiten sehe ich besonders im Bereich der neuen und regenerativen Technologien. Durch gezielte Anreize müssen hier die Unternehmen in die Lage versetzt werden, die Energiewende zu forcieren und nachhaltig stemmen zu können“, erklärt Guth und setzt hinzu: „Besonders liegt mir die Situation berufstätiger Frauen am Herzen. Neben der faktischen Umsetzung der gewerkschaftlichen Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ und der Betreuungssituation ist die öffentliche Förderung von qualifizierten Betreuungsplätzen eine der wesentlichen Aufgaben. Dazu gehört auch die lange überfällige Erweiterung der öffentlichen Mobilität. Allein sog. „Bündelverträge“ zwischen lukrativen und weniger lukrativen Buslinien reichen hier nicht aus. Das gesamte Netz muss hinsichtlich zeitlicher und geographischer Dichte überarbeitet werden. Last – but not least sollten wir auch alle Chancen, die Telearbeitsplätze und intelligente Teilzeitsysteme bieten nutzen. Interessierte Betriebe hier zu beraten und gezielte Anreize zu schaffen, sichert für die Betriebe weibliches Fachkräftepotenzial und vielen Frauen im ländlichen Raum die Perspektive auf eine Berufstätigkeit.“
Wolfgang Treis wurde auf Platz Vier gewählt. Er ist 53 Jahre alt, gebürtiger Mayener und gelernter Sparkassenbetriebswirt. 2012 wurde er zum Oberbürgermeister der Stadt Mayen gewählt. Er ist Gründungsmitglied des OV Mayen/Vordereifel. Neben den erneuerbaren Energien ist ihm mehr Bürgernähe in der Politik ein wichtiges Anliegen. Eine weitere wichtige Aufgabe für die nahe Zukunft sieht er in der notwendigen Erhaltung der guten Jugendamtsarbeit in Mayen und zwar unabhängig von der Trägerschaft. Dabei gilt es, vernünftige und tragfähige Neuregelungen mit dem Kreis zu treffen. Natürlich möchte er auch sein Wissen rund um die Finanzwirtschaft in die Kreistagsarbeit einbringen. Erhebliche Bedeutung misst er einer guten parteiübergreifenden Zusammenarbeit mit allen Kreistagsmitgliedern /-innen bei.
Mit Ulrike Linshen ist der Platz Fünf besetzt. Sie ist eine erfahrene Stadtratpolitikerin aus Andernach. Linshen erläutert: „Ein bisschen Grün sein - das reicht nicht. All zu oft verschwindet das Umweltgewissen anderer Parteien bei Bedarf wieder in der Schublade. Das Prinzip der Nachhaltigkeit bedeutet, unsere Umwelt so zu behandeln, dass sie auch noch für unsere Kinder und Enkel lebendig und lebenswert ist. Seit Jahrzehnten setzen sich die Grünen für eine nachhaltige, ökologische, soziale und gerechte Politik ein. Ich freue mich, wenn sich die Einwohnerinnen und Einwohner durch mehr Bürgerbeteiligung aktiv einzumischen können.“
Martin Schmitt aus Monreal/Vordereifel erreichte den Platz Sechs. Das Thema des Spitzenkandidaten der Grünen-Liste für die Verbandsgemeinde Vordereifel ist seit langen die Inklusion: „Ich setze mich im Besonderen dafür ein, dass auch in unserer ländlichen Gegend eine wohnortnahe Versorgung für alle Menschen mit und ohne Handicap gesichert ist. Die langen Wege müssen fallen, damit die Dörfer nicht aussterben brauchen wir Infrastruktur vor Ort zum Beispiel den Behördenbus und barrierefreien Wohnraum nicht nur für ältere Menschen.“
Carmen Bohlender aus Vallendar wurde auf Listenplatz Sieben gewählt. „Ich will mich für die Probleme von Familien, Frauen und Kindern verstärkt einsetzen“ , erklärt Carmen Bohlender. Es kann nicht sein, dass Frauen immer noch, bei gleicher Arbeit, unterbezahlt sind und dadurch erheblich weniger Rente bekommen. Es muss möglich sein, dass Kindergarten- und Schulkinder frisches und vitaminreiches Mittagessen bekommen, das für die Eltern bezahlbar ist. Denn nur durch ein gesundes Essen wird ein gesunder Geist gefördert.
Thomas Beckgerd wurde auf Platz Acht gewählt. Der Bendorfer Grüne ist seit etwa zwei Jahren im Gesundheitsausschuss des Kreises Mayen-Koblenz aktiv. „Die demografische Entwicklung zeigt, dass wir immer älter werden. Dies und die Bedarfe junger Familien mit Kindern bedeuten spezifische Anforderungen an die gesundheitliche Versorgung – von der Versorgungsdichte bis hin zu Wartezeiten auf Behandlungen. Hier werden wir für nachhaltige Impulse sorgen.“
Plätze Neun bis 50
Von den Plätzen Neun bis 50 sowie für einige Ersatzplätze sind folgende Kandiaten für die Kreistagsliste gewählt: Christine Lang (Münstermaifeld), Frank Müllers (Boos Vordereifel), Ivette Mittler (Mendig), Gerhard Kohl (Vallendar), Rupertina Engel (Lonnig), Konrad Böhnlein (Mendig), Anika Günther (Mayen), Ronald Maltha (Polch), Sarah Omar (Andernach), Ralf Wein (Lehmen), Jutta Wein (Lehmen), Joachim Heuft (Mendig), Judith Haag (Kobern-Gondorf), Andreas Bohlender (Vallendar), Belma Šestiæ (Mendig), Frank Meyreis (Ochtendung), Ruth Rebell (Ettringen), Markus Holzhäuser (Mayen), Natascha Lentes (Mayen), Peter Nebenführ (Urbar), Anne Schnütgen (Mayen), Matthias Kaißling (Mayen), Laura Linshen (Andernach), Aaron Lentes (Mayen), Heide Schmitt (Boos), Herbert Schmitt (Boos), Tatjana Weber (Kobern-Gondorf), Uwe Weber (Kobern-Gondorf), Ursula Deffner (Dieblich), Dominik Flesch (Mendig), Sarah Esser (Mendig), Michael Kühler (Bermel), Tanja Simonis (Bendorf), Hans Günter Schmitt (Andernach), Sandra Blum (Mendig), Arno Schubach (Urbar), Melanie Kaul (Mendig), Kristian Hörstel (Bendorf), Diana Schneider (Mendig), Mario Loeb (Mendig), Nicole Müller-Orth (Mendig), Frank Simonis (Bendorf), Raimund Ball (Nörtershausen), Hans Dieter Laudan (Weißenthurm), Axel Hoffmann (Polch), Christoph Wagner (Vallendar), Ursula Bethke (Urbar) und Jens Weber (Kobern-Gondorf).
Aufgrund der in den letzten fünf Jahren konstant gestiegenen Mitgliederzahlen ist es dem Grünen-Kreisverband Mayen-Koblenz nun tatsächlich gelungen, die Hälfte der 50 Plätze mit Frauen zu besetzen. Noch besser schneidet nur noch die von den Mayener Grünen erstellte Stadtratliste mit einem leichten Frauenüberhang ab. Im Kreis Mayen-Koblenz werden die Grünen außerdem mit acht neuen Listen antreten und damit mit insgesamt 13 Listen kreisweit: Kreistag Mayen-Koblenz, Verbandsgemeinde Vordereifel, Verbandsgemeinde Mendig, Verbandsgemeinde Rhein-Mosel, Verbandsgemeinde Vallendar, Verbandsgemeinde Maifeld, Stadt
Mayen, Stadt Andernach, Stadt Mendig, Stadt Bendorf, Stadt Vallendar, Gemeinde Boos, Gemeinde Urbar.
Die Listen können auf der Homepage www.gruene-myk.de eingesehen werden. Das Kreistagswahlprogramm wird in Kürze auch dort veröffentlicht. Anregungen und Wünsche aus der Bürgerschaft werden gerne angenommen unter info@gruene-myk.de oder kostenfrei unter Tel. (08 00) 6 53 78 25. Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen
KV Mayen-Koblenz
