Lokalsport | 30.08.2026, 19:53 Uhr

Spätes 1:1 gegen Ahrweiler - Pokal-Pflichtaufgabe gemeistert

Kap köpft Engers spät zum Punkt - Oberliga-Derby am Freitag gegen Cosmos

Der eingewechselte Justin Willma legte in der 92. Minute den späten Ausgleich mit einer gefühlvollen Flanke auf.
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Engers / Ahrweiler. Es war nicht der beste Auftritt des FV Engers in dieser Saison. Aber es war einer, der zeigte, dass diese Mannschaft nicht aufgibt. Bis tief in die Nachspielzeit lag der FVE beim Ahrweiler BC mit 0:1 zurück, ehe zwei Joker doch noch für den verdienten Ausgleich sorgten: Justin Willma flankte, Jonathan Kap stieg am zweiten Pfosten am höchsten und köpfte in der 92. Minute zum 1:1-Endstand ein.

Damit bewiesen die Engerser vor allem Moral. Auch wenn spielerisch an diesem Tag längst nicht alles funktionierte, kämpfte die Mannschaft von Trainer Julian Feit bis zum Schluss und belohnte sich zumindest noch mit einem Punkt. Ganz zufrieden konnte man beim FVE dennoch nicht sein. Denn mit einem Sieg in Ahrweiler wäre Engers an die Tabellenspitze der Oberliga gesprungen. Stattdessen steht nach fünf Spieltagen eine Bilanz von zehn Punkten und Tabellenplatz drei.

Dabei hatten die Engerser erst wenige Tage zuvor ihre Pflichtaufgabe im Rheinland-Pokal souverän erledigt. In der zweiten Runde setzte sich der Oberligist beim Bezirksligisten SG Guckheim/Kölbingen deutlich mit 6:1 durch. Paul Bermel, Justin Willma, Jesper Pentermann und Enrico Rößler trafen jeweils einmal, Nils Wambach war gleich doppelt erfolgreich. Damit zog der FVE ungefährdet in die dritte Pokalrunde ein.

In Ahrweiler wartete allerdings eine deutlich schwierigere Aufgabe. „Wir müssen mit dem Unentschieden leben, leider. Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel“, bilanzierte Feit. Dabei hatte seine Mannschaft durchaus Möglichkeiten, die Partie in eine andere Richtung zu lenken. Schon vor der Pause gab es auf beiden Seiten Chancen, nach dem Seitenwechsel fehlten Manuel Simons nur wenige Zentimeter zu einem echten Traumtor. Sein Fallrückzieher aus rund zwölf Metern landete aber am Pfosten.

Auch wenig später hätte Engers in Führung gehen können. Nach einer Ecke köpfte David Eberhardt den Ball ins Netz, doch der Schiedsrichter entschied auf Foul und erkannte den Treffer nicht an. Stattdessen jubelte kurz darauf Ahrweiler: Nach einer Standardsituation kam Sanih Music aus rund 16 Metern zum Abschluss und brachte die Gastgeber nach 59 Minuten mit 1:0 in Führung.

Ein Gegentor, das aus Engerser Sicht vermeidbar war. „Der Ball war in der Tat haltbar. Unser Torwart hat insgesamt einen guten Job gemacht, aber der ist ihm dann durchgerutscht“, sagte Feit. Der Rückstand machte die Aufgabe nicht einfacher. Ahrweiler verteidigte die Führung leidenschaftlich, Engers tat sich im Spiel nach vorne schwer und ließ gerade beim Umschalten die Konsequenz der vergangenen Partien vermissen. Dennoch erspielte sich der FVE weitere Möglichkeiten – und vor allem gab sich die Mannschaft nicht geschlagen.

Das zahlte sich aus, als die Partie eigentlich schon verloren schien. In der zweiten Minute der Nachspielzeit kam Engers noch einmal über die linke Seite. Willma brachte den Ball an den zweiten Pfosten und Kap setzte sich in der Luft durch – 1:1. „Wir haben uns trotzdem einige Chancen erspielt und den Punkt auf jeden Fall verdient“, bilanzierte Feit.

Am kommenden Freitag, 4. September, kommt es nun zum Dery. Um 19 Uhr tritt der FC Cosmos Koblenz am Wasserturm an. Die Gäste, die damit liebäugeln, ab der kommenden Saison in Neuwied zu spielen, dürften dank eines 4:0 gegen Emmelshaus-Karbach mit einer guten Portion Selbstvertrauen im Gepäck anreisen.

Trainer Julian Feit war mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Ahrweiler nicht 100-prozentig zufrieden. Doch jetzt liegt der volle Fokus auf dem Derby gegen Cosmos am Freitagabend.

Trainer Julian Feit war mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Ahrweiler nicht 100-prozentig zufrieden. Doch jetzt liegt der volle Fokus auf dem Derby gegen Cosmos am Freitagabend. Foto: Pascal Kiefer

Der eingewechselte Justin Willma legte in der 92. Minute den späten Ausgleich mit einer gefühlvollen Flanke auf. Foto: Ulf Steffenfauseweh

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