Allgemeine Berichte | 02.12.2017, 09:57 Uhr

Jury des Rotary-Clubs Neuwied-Andernach vergibt Förderpreis

Künstlerinnen bewiesen Brillanz, Feingefühl und Ausdruckskraft

Daniela Polz, Ramona Höfer und Fiona Kurtz wurden im Rahmen der Eröffnung der Jahresausstellung im Roentgen-Museum für ihre Arbeiten ausgezeichnet

Museumsdirektor Bernd Willscheid (3. v. l.) nutzte die Ausstellungseröffnung, um auf die 70-jährige Geschichte der Jahreschau zurückzublicken. Seinen Ausführungen folgten die interessierten Gäste, darunter Uwe Langnickel und Dominik Graf von Spee (v. l.) vom Rotary Club Neuwied-Andernach sowie Landrat Rainer Kaul (r.).  HEP
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Neuwied/Region. Einen Kunstförderpreis vergibt der Rotary Club (RC) Neuwied-Andernach seit 2015 alle zwei Jahre. Zur Preisübergabe hatte der Club seine Mitglieder, insgesamt sind es 54, und einige Gäste ins Neuwieder Roentgen-Museum eingeladen, wo noch bis zum 18. Februar die Jahreskunstausstellung zu sehen ist. Die gibt es seit 70 Jahren, und in diesem Jahr hatten 102 Künstler insgesamt 229 Werke eingereicht.  Eine Jury wählte 71 Gemälde, Grafiken, Fotografien, Plastiken und Objekte von 50 Künstlern aus, die in den Räumen des Roentgen-Museums präsentiert werden.

„In diese Ausstellung zu kommen ist schon eine Leistung und Auszeichnung“, erklärte der Neuwieder Rotary-Präsident Uwe Langnickel und verwies darauf, dass von diesen 50 dann drei Künstler mit ihren Werken für den Förderpreis des Rotary Clubs von einer Jury ausgesucht wurden. Er betonte, dass der rotarysche Kunstpreis zur Nachwuchsförderung (Alter bis 50 Jahre) an die Jahresausstellung für Bildende Kunst im Roentgen-Museum gebunden wurde. Ferner hielt Langnickel, selbst Künstler mit einem Atelier in Dierdorf-Elgert, Rückschau auf die Geschichte der Jahresausstellung und lobte Museumsdirektor Bernd Willscheid und Vorgängerin Rosemarie Schütz, die diese Ausstellung zu einem Gesamtkunstwerk entwickelt haben.  

Auch Landrat Rainer Kaul hatte bei der Eröffnung der Jahresausstellung diese als eine der wichtigsten in der Mittelrheinregion bezeichnet, da hier Künstler von der Rheinschiene zwischen Boppard und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen sowie aus dem Westerwald und der Eifel ihre Werke präsentieren.

Preis wertet die Ausstellung auf

Bei der Übergabe des Rotary-Preises ging Museumsdirektor Bernd Willscheid auf die Sammlungen und Ausstellungen des Museums und die Veranstaltung ein. „Dieser Preis wertet unsere Ausstellung auf“, unterstrich er. Präsident Dominik Graf von Spee (Sinzig) freute sich, die anwesenden Austauschschülerinnen Ana Kutschava und Frieda Werner mit ihren Gastfamilien begrüßen zu können. Ausgezeichnet wurde dann Daniela Polz (50 Jahre) für ihr Werk „Porzellankeramik, der Mensch und seine Verwaltung“ mit dem ersten Preis, der mit 1000 Euro dotiert ist. Die Künstlerin aus Höhr-Grenzhausen arbeitet freischaffend und zeigt im Roentgen-Museum „technisch und ästhetisch brillante Keramik“, so die Jury.

Ramona Höfer (27) aus Urmitz studiert Kunst und Englisch auf Lehramt an der Universität Koblenz und erhielt den zweiten Preis mit 300 Euro. Laut Jury schafft sie Kunstwerke „mit großem Feingefühl für Form und Farbe in abstrakter Malerei“.

Erst 19 Jahre alt ist Fiona Kurtz aus Dierdorf, Abiturientin am Martin-Butzer-Gymnasium mit Schwerpunkt Kunst und Schülerin von Uwe Langnickel, der betonte, dass der Jury dies bei der Bewertung nicht bekannt war. Fiona Kurtz erhielt den dritten Preis, da sie „mit einer abstrakten Drucktechnik das künstlerische Suchen zum Ausdruck bringt, aber schon großartige Technik und  Ausdruckskraft zeigt“. HEP

Rotary-Präsident Dominik Graf von Spee überreichte den Preisträgerinnen Daniela Polz (v. r.), Fiona Kurtz und Ramona Höfer die Schecks mit den Preisgeldern.

Rotary-Präsident Dominik Graf von Spee überreichte den Preisträgerinnen Daniela Polz (v. r.), Fiona Kurtz und Ramona Höfer die Schecks mit den Preisgeldern.

Abstraktion nennt die Dierdorfer Abiturientin Fiona Kurtz ihr Werk aus Druck und Tusche, dem die Jury den dritten Preis zuerkannte.

Abstraktion nennt die Dierdorfer Abiturientin Fiona Kurtz ihr Werk aus Druck und Tusche, dem die Jury den dritten Preis zuerkannte.

Museumsdirektor Bernd Willscheid (3. v. l.) nutzte die Ausstellungseröffnung, um auf die 70-jährige Geschichte der Jahreschau zurückzublicken. Seinen Ausführungen folgten die interessierten Gäste, darunter Uwe Langnickel und Dominik Graf von Spee (v. l.) vom Rotary Club Neuwied-Andernach sowie Landrat Rainer Kaul (r.). Fotos: HEP

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