Politik | 22.10.2026, 08:19 Uhr

Damit Neuwied medizinisch gut versorgt bleibt

Oberbürgermeister Jan Einig tauscht sich mit Medizinern der „Schwerpunkt-Praxis“ Neuwied über aktuelle Herausforderungen aus

Von links an: Oberbürgermeister Jan Einig, Stefanie Rothkegel, Dr. Ulrich Groß, Dr. Thomas Stritzke, Dr. Thomas Biegel.
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Neuwied. Wie kann eine gute fachärztliche Versorgung in Neuwied auch langfristig gesichert werden? Darüber haben sich Oberbürgermeister Jan Einig und Christoph Engels von der städtischen Wirtschaftsförderung bei einem Besuch der „Schwerpunkt-Praxis“ Neuwied mit den dort tätigen Medizinern ausgetauscht.

Im Gespräch mit Dr. Ulrich Groß, Dr. Thomas Stritzke, Dr. Thomas Biegel und der Gastroenterologin Stefanie Rothkegel ging es insbesondere um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Facharztpraxen, den zunehmenden Fachkräftemangel und die schwierige Suche nach Nachfolgern.

Gerade spezialisierte Praxen stehen nach Einschätzung der Mediziner vor wachsenden Herausforderungen. Moderne Diagnostik und Behandlung erfordern hohe Investitionen in medizinische Geräte und technische Ausstattung. Gleichzeitig erschweren wirtschaftliche Rahmenbedingungen die Refinanzierung solcher Investitionen. Hinzu kommt die Frage, wie frei werdende Kassensitze künftig wieder mit qualifizierten Medizinern besetzt werden können.

Aus eigener Erfahrung berichtete Dr. Groß über die Schwierigkeiten bei der Nachfolgesuche. Er konnte im vergangenen Jahr auf 30 Jahre ärztliche Tätigkeit in der „Schwerpunkt-Praxis“ zurückblicken. Für seinen Kassensitz ist inzwischen eine Lösung gefunden: Mit der Gastroenterologin Stefanie Rothkegel konnte eine qualifizierte Nachfolgerin gewonnen werden.

Um die Praxis zukunftssicher aufzustellen, wurde jüngst in neue Ultraschallgeräte mit sogenannter Schwerwellenelastographie zur speziellen Untersuchung der Leber und in eine Endoskopie nach neuester Technik mit einer computerassistierten Polypendetektion investiert. Letztere unterstützt während einer Darmspiegelung (Koloskopie) in Echtzeit dabei, Gewebeveränderungen und Vorstufen von Darmkrebs zu erkennen.

„Eine gute medizinische Versorgung gehört zu den entscheidenden Faktoren für die Lebensqualität in unserer Stadt“, betont Oberbürgermeister Jan Einig. „Gleichzeitig ist sie ein wichtiger Standortfaktor. Deshalb müssen wir genau hinschauen, welche Entwicklungen auf die niedergelassenen Ärzte zukommen und wo wir als Stadt im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen können.“

Der Austausch mit den Medizinern habe einmal mehr deutlich gemacht, dass die Sicherung einer guten medizinischen Infrastruktur angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels eine wichtige Zukunftsaufgabe ist. Die Stadt will deshalb mit den Akteuren im Gesundheitswesen im Gespräch bleiben und die weitere Entwicklung des Medizinstandortes Neuwied aufmerksam begleiten.

Zur „Schwerpunkt-Praxis“ Neuwied

Die „Schwerpunkt-Praxis“ Neuwied in der Dierdorfer Straße ist eine fachärztliche Gemeinschaftspraxis mit den Schwerpunkten Innere Medizin, Diabetologie sowie Gastroenterologie und Hepatologie. Zur diabetologischen Schwerpunktpraxis gehört zudem eine Fußambulanz.

Pressemitteilung Stadt Neuwied

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Von links an: Oberbürgermeister Jan Einig, Stefanie Rothkegel, Dr. Ulrich Groß, Dr. Thomas Stritzke, Dr. Thomas Biegel. Foto: Stadt Neuwied / Christoph Engels

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