Kolpingsfamilie Neuwied
Soziale Verantwortung vor Ort
Anlässlich des 200. Jubiläums zelebrierte die Familie die heilige Messe
Neuwied. Im Rahmen des diesjährigen Kolping-Jubiläumsjahres -200. Geburtstag des seligen Adolf Kolping- feierte die Neuwieder Kolpingsfamilie mit der Gemeinde die hl. Sonntagsmesse. Sie hatte das Schwerpunktthema: „Kolping - Sozialverband vor Ort - gestern, heute und morgen!“ Gemeinsam mit dem Zelebranten Georg Müller wirkten auch Pastoralreferent Andreas Bühler sowie die Vorstandsmitglieder Margot Potreck, Siegbert Rathenow und Werner Hammes mit. Sowohl durch einleitende Texte mit anschließender Predikt als auch durch Aufstellung von „Werte-Bausteinen“ wurde den Mitchristen das Leben des seligen Adolph Kolping aufgezeigt. Sein Wirken wurzelte im lebendigen, sichtbaren, spürbaren Vorleben des christlichen Glaubens. Darauf aufbauend vermittelte er lebenswerte Bausteine wie: Solidarität, Subsidiarität, Gemeinwohl, Nachhaltigkeit, Ehrenamt und Eigenverantwortung. Das bürgerschaftliche Engagement zu wecken, zu fördern und lebendig zu halten, ob als Einzelner oder in Gruppen / Verbänden, das ist nach wie vor eine Herausforderung an die Christen. Adolph Kolpings seelsorgerisches und soziales Handeln war und ist Leitschnur für die große Kolpingschar (rund 250.000 Mitglieder) international. So glaubwürdig und überzeugend Kolpings Wirken am Bedürftigen in der damaligen Zeit war, so gilt dies bis in die heutige Zeit und darüber hinaus. Das Bemühen darum sei aktueller denn je, so auch der neue Papst. Christ sein muss in allen Lebensbereichen sichtbar und erfahrbar werden. Die Kolpingsfamilien sind gerade heute gefordert, Verantwortung in Politik und Gesellschaft zu übernehmen und sich einzumischen. Denn der Christ engagiert sich insbesondere für diejenigen, die nicht in der Lage sind, Ihre Interessen wirksam vorzutragen und ihnen Geltung zu verschaffen; z.B. Einsatz für den Schutz des ungeborenen Lebens sowie für Kranke, Arme und Schwache in der Gesellschaft. „Anfangen ist oft das Schwerste - treu bleiben das Beste“, so Adolph Kolping. Andreas Bühler schloss seinen einleitenden Text im Gottesdienst mit folgender Feststellung: „Was wir manchmal eher unbewusst trennen (Glaube und Leben, Alltag und Sonntag) bildete für ihn eine Einheit.“ Dies bekräftigte er mit dem Kolping-Zitat: „Üben wir eine reichere Liebe gegen das Volk, zeigen wir immer praktischer das Christentum und die Gegenwart wird besser und die Zukunft heller werden.“
