„Träume aus Musik“
Star-Tenor Johannes Kalpers und Multi-Instrumentalist Edward Simoni begeisterten in der Marktkirche
Neuwied. Unter dem Titel „Träume aus Musik“ begeisterten in der Marktkirche in Neuwied Star-Tenor Johannes Kalpers und Multi-Instrumentalist Edward Simoni mit der Panflöte ein ausverkauftes Gotteshaus.
Kalpers, im Westerwald geboren und aufgewachsen, begrüßte in alter Verbundenheit die „Schärjer“, denen er durch viele Konzerte ja kein Unbekannter ist.
Und nachdem er mit Carreras, Gunter Emmerlich und anderen Größen dieses Genres in über 600 Fernsehsendungen aufgetreten ist, stieg sein Bekanntheitsgrad so hoch, dass ihm der SWR sogar eine eigene Fernsehsendung unter dem Motto „Sonntagstour“ bastelte. Man merkt dem „Westerwälder Jung“ die Freude am Singen förmlich an, ob er nun Schubert, Carl Loewe oder auch populäres, wie „Die Glocken von Rom“ seiner Landsmännin Heike Schäfer vorträgt. Beim von Schubert vertonten „Erlkönig“ gab es Schwerstarbeit für den während des ganzen Konzerts einfühlsam begleitenden Pianisten Dimitrij Koscheev, aber auch Mitfühlen des gebannt zuhörenden Publikums ob des durch die Nacht reitenden Vaters mit seinem Kind.
Edward Simoni, der als weltbester Panflötist gilt, stellte das eindrucksvoll unter Beweis. Auch er wechselte gekonnt von Klassik zu Popularmusik, ob bei „Freude schöner Götterfunken“ vom Heros Ludwig van Beethoven oder dem Filmklassiker „My Heart will go on“ aus dem Titanic-Film, bei dem man mit geschlossenen Augen Di Caprio und Winslet auf dem Bug des Schiffes sah. Etwas leisere Hintergrundmusik würde den Vortrag von Simoni noch wirkungsvoller gestalten. Als Atempause zum Luftholen gab es dann zusätzlich ein Geigen-Medley, das ebenfalls zu gefallen wusste.
Zusammen gestalteten dann beide als Weltpremiere „Der einsame Hirte“ und zogen gemeinsam aus der Kirche mit einem langsam verhallenden „Guten Abend, gute Nacht“, dem das dankbare Publikum nur zögernd nachkam.
