Der Verein fordert gleiche Bedingungen für Mädchen- und Frauenfußball
Umkleidesituation in Neuwied-Heddesdorf belastet Mädchenfußball stark
aus Neuwied
In Neuwied-Heddesdorf sorgt die angespannte Umkleidesituation auf der Sportanlage Bimsstraße weiterhin für Unmut. Spielerinnen müssen ihre Kabinen oft räumen, eine Containerlösung wurde abgelehnt, und vorgeschlagene Zeltalternativen gelten als ungeeignet. Der Verein fordert gleiche Bedingungen für Mädchen- und Frauenfußball.
Neuwied-Heddesdorf. In Neuwied-Heddesdorf sorgt die Umkleidesituation auf der Sportanlage Bimsstraße weiter für Unmut. Am 8. März 2026 mussten Spielerinnen eines Mädchen- und Frauenfußballvereins erneut ihre Kabine räumen, um Platz für ein nachfolgendes Jungsteam zu schaffen. Der Vorfall ist kein Einzelfall, sondern wiederholt sich laut Vereinsangaben seit längerer Zeit.
Der Vereinsvorsitzende kritisiert das Vorgehen scharf: Mehrfach seien die Mädchen mitten beim Umziehen gebeten worden, die Kabine zu verlassen – eine Praxis, die er als respektlos und inakzeptabel bezeichnet.
Drei Vereine nutzen aktuell nur zwei Umkleidekabinen auf der Sportanlage Bimsstraße. Diese knappe Infrastruktur führt regelmäßig zu Überschneidungen bei Trainings und Spielen sowie zu organisatorischen Schwierigkeiten. Besonders Gastmannschaften sind von der beengten Situation betroffen und zeigen sich irritiert.
Enges Platzangebot belastet Vereine und führt zu Organisationsproblemen
Der Vorsitzende weist darauf hin, dass trotz bundesweiter Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs die Spielerinnen oft gezwungen sind, sich außerhalb der Anlage oder im Auto umzuziehen.
Der betroffene Verein hatte gemeinsam mit einem externen Sponsor eine Containerlösung organisiert. Diese sollte Umkleiden, Duschen und Toiletten bieten und vollständig vom Sponsor finanziert werden. Seitens der Stadt wären lediglich vorbereitende Maßnahmen wie Untergrundvorbereitung, Wasser- und Abwasseranschluss sowie die Genehmigung nötig gewesen.
Abgelehnte Containerlösung trotz Sponsor und notwendige Schritte der Stadt
Die Stadt lehnte das Angebot ab mit der Begründung, langfristig eine größere, einheitliche Lösung für die Sportanlage zu planen. Ein konkreter Zeitrahmen für das Projekt wurde bisher nicht genannt.
Im Rahmen der Gespräche wurde zudem vorgeschlagen, Teams vorübergehend in einem Zelt umzuziehen. Der Verein sieht darin keine geeignete Alternative. Für Kinder und Jugendliche, insbesondere Mädchen und Frauen, sei ein Zelt keine angemessene Umkleidemöglichkeit.
Kritik an Zeltlösung als ungeeignete Umkleidealternative für Spielerinnen
Der Verein fordert daher eine schnelle und praktikable Übergangslösung sowie eine erneute Prüfung der Containerlösung. Dabei müsse sichergestellt werden, dass Mädchen- und Jungenteams auf der Sportanlage Bimsstraße in Neuwied-Heddesdorf gleichwertige Bedingungen erhalten.
„Das Problem besteht seit Jahren. Mädchen- und Frauenfußball verdient denselben Respekt und dieselben Rahmenbedingungen wie jeder andere Sport“, so der Vereinsvorsitzende abschließend.
