Kirchengemeinden in Niederbieber, Oberbieber, Altwied und Torney feierten ihr Gemeindefest
„Wasser des Lebens“ - ein Ökumenisches Erntedankfest
Oberbieber. Bereits seit 1998 begingen die evangelischen Kirchengemeinden Altwied, Niederbieber und Oberbieber, die Evangelische Mennonitengemeinde Neuwied-Torney, Pommernstraße, und die katholische Kirchengemeinde Neuwied-Niederbieber ihre ökumenischen Gemeindefeste in der Sporthalle Niederbieber.
In diesem Jahr feierten die Kirchengemeinden in der Sporthalle in Oberbieber ein gemeinsames Ökumenisches Erntedankfest, das unter dem Leitgedanken „Wasser des Lebens“ stand.
Das Fest begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, geleitet von den Hauptamtlichen der fünf Partnergemeinden.
In seiner Predigt spannte Pfarrer Dr. Schwikart (Altwied) gemäß dem Motto „Wasser des Lebens“ einen Bogen entlang des Spruches „Wasser ist schlimmer als Heimweh“. Über seine eigenen unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Wasser des Rheins kam er auf die Verantwortung für die Umwelt und damit die Bewahrung der Schöpfung zu sprechen. Dies haben Christen aller Konfessionen erkannt - ohne in ökumenische Kleinkrämerei zu verfallen - wie auch Angehörige anderer Religionen und Menschen, die nicht religiös sind.
„Wenn der Durst gestillt ist, kommt das Heimweh.“ Dies betrifft besonders die zahlreichen Flüchtlinge, die hier eine neue oder zeitweilige Heimat suchen. Das wird Geduld und Toleranz von beiden Seiten erfordern.
Pfarrer Dr. Schwikart endete mit dem Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi, der an diesem Tag seinen Namenstag feiert: „Gelobt seist du, guter Gott, durch unsrer Schwester Wasser. Sie ist bescheiden und nützlich. Sie ist erquickend und rein.“
Eine beachtliche ökumenische Bläsergruppe wirkte im Gottesdienst mit. Verantwortlich für die musikalische Gestaltung wie auch für das offene Singen mit dem großen Chor aus allen Gemeinden war Sabine Paganetti. Parallel zum Hauptgottesdienst fand ein Kindergottesdienst statt.
Die Kollekte ergab 1350 Euro und geht je zur Hälfte an die Flüchtlingsarbeit von Diakonie und Caritas. Nach einer schöpferischen Pause mit Kaffee, dem Eine-Welt-Stand und Infoständen sowie musikalisch unterhalten von der jungen Band von St. Bonifatius wurde das Mittagessen in der Sporthalle eingenommen. Zum Thema „Wasser ist Leben“ informierten in der Halle mit eigenen Ständen Mitarbeiter vom Nabu Rengsdorf sowie den Stadtwerken Neuwied und der Kreisverwaltung. Viele der zirka 400 Teilnehmer/Innen des Gemeindefestes blieben bis zum musikalischen Ausklang.
