Politik | 08.12.2023

Hoch / Dr. Diehm / Dr. Wilhelm / Prof. Förstermann: Mit dem Einstieg in einen Medizincampus Koblenz profitieren die Region und das ganze Land

50 Medizinstudienplätze pro Jahr zusätzlich

Mit dem Einstieg in einen Medizincampus Koblenz profitieren die Region und das ganze Land. Foto: AP

Koblenz. „Heute ist ein guter Tag für den Medizinstandort Rheinland-Pfalz und für die ganze Region Koblenz. Wir wollen bereits ab dem Sommersemester 2025 die Studienanfängerinnen und -anfänger in der Medizin von 450 auf 500 im Jahr ausbauen. Dazu etablieren wir bereits ab dem kommenden Jahr den Medizincampus Koblenz mit bis zu 25 Studierenden pro Semester. Ich danke dem BWZK und dem Landeskrankenhaus, die hier bereit sind neue Wege zu gehen und den Einstieg möglich gemacht haben“, sagte Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit, am Rande der Unterzeichnung eines entsprechenden „Letter of Intent“ in Koblenz. Hier solle zunächst ein Einstieg mit dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) und dem Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur (KKM) gesucht werden. Die bereits bestehende Kooperation in Trier mit zwei leistungsfähigen Krankenhäusern habe gezeigt, dass solche Projekte sowohl den Krankenhäusern als auch der Universitätsmedizin Mainz nutzen, so der Minister. Perspektivisch könne auch der Medizincampus Trier weiter ausgebaut werden. Das Bundeswehrzentralkrankenhaus (BWZK), das Landeskrankenhaus (AöR) sowie mögliche weitere beteiligte Krankenhäuser haben eine große Leistungsvielfalt und beschäftigen in vielen Fachgebieten akademisch qualifiziertes Personal. Das BWZK nehme unter den möglichen Partnern aufgrund seines sehr breiten Fächerspektrums eine besondere Rolle ein. Das Landeskrankenhaus ergänze dieses Portfolio durch sein breites Angebot und seine langjährige, intensive Erfahrung in allen Facetten der Psychiatrie und Psychotherapie einschließlich Psychosomatik sowie der Neurologie. Darüberhinausgehende Kooperationen mit weiteren Krankenhäuser der Region sind unverzichtbarer Bestandteil für das Angebot eines dislozierten Studienanteils in der Region Koblenz. „Dies ist ein kraftvoller Einstieg, den wir gerne perspektivisch mit weiteren Krankenhäusern in der Region 56plus ausbauen wollen“, so Hoch abschließend. Generalarzt Dr. Jens Diehm, Kommandeur des Bundeswehrzentralkrankenhauses, ergänzte: „Wir sind stolz, mit dem Bundeswehrzentralkrankenhaus künftig einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung der Medizinstudierenden in Koblenz zu leisten. Unsere Hochwertmedizin trägt somit weitere Früchte.“

„Das Landeskrankenhaus unterstützt die Bestrebungen, in Rheinland-Pfalz auch weiterhin Strukturen zu schaffen, die jungen Menschen einen leichteren Zugang zur ärztlichen Ausbildung ermöglichen. Mit den im Medizincampus Koblenz versammelten verlässlichen und starken Partnern entsteht eine solche Struktur, die ein bedeutender Baustein zur Sicherstellung der künftigen Patientenversorgung in der Region ist. Das Landeskrankenhaus ist von dem eingeschlagenen Weg überzeugt und bringt seine Expertise mit vollem Engagement ein“, betonte Dr. Alexander Wilhelm, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses (AöR).

„Ich freue mich, dass wir für den wichtigen klinischen Studienabschnitt zusätzliche Ausbildungskapazität hinzugewinnen. Mit den breit aufgestellten Partnern ermöglichen wir zukünftig den Studierenden ein besonders praxisorientiertes Studienangebot und verbreitern damit die Basis universitärer Medizin in Rheinland-Pfalz“, so der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann.

Bundesweit und somit auch in Rheinland-Pfalz besteht erhöhter Bedarf an ärztlichem Nachwuchs für die ambulante und stationäre ärztliche Versorgung. Die bestehenden Ausbildungskapazitäten an der Universitätsmedizin Mainz innerhalb der vorhandenen Infrastruktur stoßen an ihre Grenzen. Das liegt daran, dass die Ausbildungskapazität maßgeblich an die Zahl der Patientenbetten und damit der klinische Teil des Medizinstudiums gekoppelt ist. Durch den Ausbau dieser Kapazitäten über einen dislozierten Medizincampus Koblenz soll die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in Mainz ausgebaut werden. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr und das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz planen daher, gemeinsam mit dem Landeskrankenhaus (AöR) und den weiteren kooperierenden Krankenhäusern der Region Koblenz, den klinischen Studienabschnitt ab dem fünften Fachsemester unter der Federführung der Universitätsmedizin Mainz in Koblenz anzubieten.

Die Landesregierung, die Universitätsmedizin Mainz, der Sanitätsdienst der Bundeswehr, das Landeskrankenhaus und die kooperierenden Koblenzer Kliniken werden nun kurzfristig in einer Task Force an der Erstellung eines Studiengangkonzeptes und der Umsetzung des Medizincampus Koblenz arbeiten. Die ersten Studierenden sollen den klinischen Studienabschnitt auf freiwilliger Basis bereits zum Wintersemester 2024/2025 am Medizincampus Koblenz absolvieren können.

Für die einmalig anfallenden Kosten für den Ausbau der Vorklinik in Mainz und der Anbindung des Medizincampus Koblenz sowie eines eigenen Studiengangs Mainz/Trier stellt das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) Mittel von mehr als einer Million Euro zur Verfügung und für den jährlich entstehenden Mehrbedarf für die Ausbildung der Studierenden in der Vorklinik im Endausbau 1,5 Millionen Euro Personalkostenbudget.

Pressemitteilung des

Ministeriums für

Wissenschaft und Gesundheit

Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit. Foto: Susie Knoll

Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit. Foto: Susie Knoll

Mit dem Einstieg in einen Medizincampus Koblenz profitieren die Region und das ganze Land. Foto: AP

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